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Umbar

Aus Ardapedia

(Weitergeleitet von Umbar (Gebiet))
Das Gebiet von Umbar, Bild: Andreas Kinder

Umbar ist im Legendarium ein Küstengebiet, ein Hafen und zugleich eine Festung in Harad.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Umbar lag im Süden der Bucht von Belfalas und im Nordwesten des Harad, der großen südlichen Landmasse Mittelerdes. Die Bezeichnung Umbar umfasste, neben dem dortigen Küstengebiet unter anderem ein Kap sowie eine Bucht, die einen natürlichen Hafen, die Anfurten von Umbar (Original Havens of Umbar), bildete. Die Bucht erstreckte sich in ihrer größten Ost-West-Ausdehnung etwa 100 Meilen und in ihrer größten Nord-Süd-Ausdehnung etwa 50 Meilen. Ganz im Osten der Bucht lag die einzige bekannte Siedlung Umbars, die man nach ihren Bewohnern im Dritten Zeitalter, schlicht als Stadt der Corsaren (Original City of the Corsairs) bezeichnete.

Im Dritten Zeitalter hatte man eine große weiße Säule auf der höchste Erhebung oberhalb des Hafens aufgestellt, ein Monument, dass an Saurons Erniedrigung von Seiten Ar-Pharazôns erinnern sollte. Auf der Säule ruhte eine Kristallkugel, die Sonnen- und Mondstrahlen auffing und bei Nacht so hell leuchtete, dass man ihr Licht bis zu den Küsten Gondors oder bis weit hinaus auf dem Meer sehen konnte. Die Säule wurde irgendwann im Dritten Zeitalter von den Anhängern Saurons umgestürzt.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Zweites Zeitalter

Im Jahre 2280 des Zweiten Zeitalters gründeten die Númenórer einen befestigten Hafen in Umbar. Die Númenórer unterdrückten die in diesem Gebiet lebenden Ureinwohner und zwangen sie, ihnen zu Tribut zu zahlen. 3262 landete der númenórische König Ar-Pharazôn mit einer großen Flotte in Umbar, wo dieser an Land ging, um Sauron entgegenzutreten, seine Gefangennahme führte schließlich durch den verderblichen Einfluss des Dunklen Herrschers auf den König, zum Untergang von Númenor 3319. Die Númenórer, die in Umbar lebten, überdauerten den Untergang des Inselreiches und begannen sich mit den einheimischen Haradrim zu vermischen. Von Sauron korrumpiert, standen sie auf dessen Seite und wurden fortan die Schwarzen Númenórer genannt.

[Bearbeiten] Drittes Zeitalter

Im Jahre 933 des Dritten Zeitalters begannen die Gondorer, Abkömmlige der Getreuen Númenors und Feinde der Schwarzen Númenórer, mit ersten Versuchen Umbar einzunehmen. Gondors damaliger König Earnil I. belagerte Umbar vom Land und vom Meer aus und unter großen Verlusten konnte die Häfen einnehmen und die Herrn von Umbar vertreiben. Umbar wurde so zu einem Hafen des Königreichs Gondor.

Die Herrn von Umbar begannen 1015 unter Mithilfe ihnen ergebener Haradrim die Rückeroberung des Hafens. Trotz des Todes von König Ciryandil konnte Gondors Schiffsflotte Umbar halten. Die Belagerung dauerte letztendlich 35 Jahre und konnte erst 1050 von König Ciryaher zugunsten Gondors gesprengt werden. Der siegreiche König nannte sich, auch weil er weitere Teile Nord-Harads erobert hatte nun Hyarmendacil, was ‚Süd-Sieger‘ bedeutet.

Während des Bürgerkriegs des gondorischen Sippenstreits, unterstützten die Bewohner Umbars den Rebellenführer Castamir. Als Castamir vom rechtmäßigen König Eldacar 1448 getötet wurde, flohen dessen Söhne und deren Anhänger nach Umbar, dass zu einer Hochburg der Feinde Gondors wurde. Die Rebellen vermischten sich mit den Bewohnern Umbars und wurden gefürchtete Seeräuber, die man bald schon als Corsaren von Umbar kannte. Verbündet mit den Königen Harads, halfen sie ihnen auch bei ihren Feldzügen gegen Gondor.

Im Jahre 1810 führte König Telumehtar erfolgreich Krieg gegen Umbar, dass erneut unter die Herrschaft Gondors fiel. Telumehtar nannte sich nach diesem Sieg Umbardacil (‚Sieger von Umbar‘). Während der nun folgenden Jahre, schaffte er Gondor nicht die Oberhand über den Hafen zu behalten und im 28. Jahrhundert des Dritten Zeitalters stellte Umbar als Unterschlupf der Corsaren erneut eine Bedrohung für Gondors Küsten dar.

Größere Erfolge gegen Umbar blieben den Gondorer in der Folge versagt. Nur Aragorn gelang es im Jahre 2980, als er im Dienste des Truchsess Ecthelion II. stand, durch einen Überraschungsangriff, bei welchem er einen Großteil der Schiffe der Corsaren verbrannte, Umbar für kurze Zeit zu schwächen.

Während des Ringkrieges war Umbar als Sitz der Corsaren, die auf Seiten des Dunklen Herrschers kämpften, erstarkt. Was nach dem Ringkrieg mit Umbar geschah, ist nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass es befriedet wurde und der Hafen von Umbar erneut an Gondor und somit an das Wiedervereinigte Königreich ging.

[Bearbeiten] Etymologie

Der Name Umbar scheint ein prä-númenórischer Begriff zu sein, seine genaue Bedeutung ist daher nicht bekannt. In Quenya bedeutet umbar ‚Schicksal‘, eine Verbindung der beiden Wörter ist allerdings nicht belegbar.

[Bearbeiten] Sonstiges

Die neueren Karten von Mittelerde, die sowohl der neuen Übersetzung des Der Herr der Ringe, als auch der überarbeiteten alten Übersetzung beiliegen, zeigen einen kleineren Ausschnitt als die ursprüngliche, die noch den vorigen Ausgaben der Carroux-Übersetzung beiliegt. Der gezeigte Ausschnitt Mittelerdes wurde dabei verkleinert, um ganz gemäß der Intention Christopher Tolkiens, die dieser in Nachrichten aus Mittelerde erläutert, die Karte für den Leser übersichtlicher und besser lesbar zu machen. Bei der Verkleinerung fielen dabei sowohl die Eisbucht von Forochel im Norden, als auch Umbar, die Anfurten von Umbar, sowie die Stadt der Corsaren im Süden weg.

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Faltkarte: Der Westen von Mittelerde am Ende des Dritten Zeitalters.
    • Viertes Buch, Viertes Kapitel: Kräuter und Kaninchenpfeffer
    • Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith
    • Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern
    • Fünftes Buch, Neuntes Kapitel: Die letzte Beratung
    • Anhang A (I): Die Númenórischen Könige
    • Anhang A (I): 4. Gondor und die Erben von Anárion
    • Anhang A (II): Das Haus von Eorl
    • Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)
    • Anhang F: Die Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters.
  • J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Akallabêth.
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