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Sprache der Rohirrim

Aus Ardapedia

Die Sprache der Rohirrim, auch Rohirrisch (Original Rohirric)[1], Rohan[2], Rohanese (Deutsch etwa: Rohanisch)[3] oder Rohirian (Deutsch etwa: Rohirisch)[4], ist im Legendarium eine Menschensprache Mittelerdes.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die Menschen von Rohan sprachen eine Sprache, die sich aus der Sprache ihrer Vorfahren, den Éothéod aus Rhovanion entwickelt hatte. Daher war ihre Sprache auch mit der der Beorninger, Waldmenschen, Menschen am Langen See und Menschen von Thal verwandt.

Die Rohirrim brachten die Sprache aus dem Norden mit, als sie in Calenardhon, der später sogenannte Mark der Reiter, siedelten und Orte des ursprünglich gondorischen Gebietes in ihrer Sprache be- und umbenannten. Auch wenn der Adel Rohans auch das Westron sprach, so legte man bei Hofe doch Wert darauf, dass dort die Sprache der Mark gebraucht wurde.

Beschrieben wird sie als sehr melodisch klingend und Legolas sah sie im Gleichklang mit dem Lande Rohan: teils weich und wogend und teils hart und streng wie die Berge[5].

Auch die älteren Namen der Hobbits enthielten Bestandteile die der Sprache Rohans ähnelten. Dies hatte damit zu tun, dass die drei Urstämme der Hobbits in den oberen Tälern des Anduin gesiedelt hatten und so mit der Sprache der in der Nähe lebenden Éothéod in Kontakt gekommen waren.

[Bearbeiten] Sprachbeispiele

  • kûd-dûkanHole-dweller (‚Höhlenbewohner‘), Bezeichnung für Hobbits.
  • LohtûrHorse-folk oder Horse-land (‚Pferd-Volk, Pferd-Land‘), Bezeichnung für Éothéod[6].
  • Lôgrad - the Horse-mark oder Borderland of the Horsemen (‚die Pferd-Mark, Grenzland der Pferdemenschen‘), Bezeichnung für Rohan[6].
  • Tûracking (‚König‘), Originalname Théodens[6].

[Bearbeiten] Sonstiges

Gemäß der fiktiven Übertragungsgeschichte des Legendariums gab J. R. R. Tolkien die Originalsprache der Rohirrim mit dem Altenglischen wieder. Bei diesem Vorgehen, so erklärt es Tolkien, habe er manche altenglischen Namen auch dem modernen Englisch etwas angepasst, so verwendete er etwa Dunharrow statt Dûn-harug (‚Hügel-Zuflucht‘), Combe statt Cumb (‚Tal‘), Halifirien statt Hálig-firgen (‚heiliger Berg‘), Fenmarch statt Fenmerce und Shadowfax statt Scadufax.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Im Legendarium gibt J. R. R. Tolkien keine konkrete Bezeichnung für die Sprache der Rohirrim an. Die oft gewählte Variante Rohirric (‚Rohirrisch‘) stammt wohl ursprünglich von Robert Foster, der den Begriff in seinem Nachschlagewerk The Complete Guid to Middle-earth verwendet.
  2. Die Bezeichnung die J. R. R. Tolkien bei den Erklärungen zu den Abkürzungen am Anfang seiner Nomenclature of The Lord of the Rings verwendet.
    R. = Rohan: the language used in Rohan, related to that used by Hobbits before their migration.

    — J. R. R. Tolkien: Nomenclature of The Lord of the Rings, Abbreviations.

    Wobei es möglich ist, dass Tolkien den Landesnamen einfach als Synonym für die Sprache gebrauchte.
  3. J. R. R. Tolkien: The Rivers and Beacon-hills of Gondor, in Vinyar Tengwar #42. Kommentiert und herausgegeben von Carl F. Hostetter und Christopher Tolkien. Möglicherweise handelt es sich bei dieser Erwähnung jedoch um ein schlichtes Adjektiv.
  4. Eine angeblich in einem Manuskript des Autors (Mq15:10), verwahrt in der Marquette University, auftauchende Bezeichnung, die jedoch nicht weiter belegt ist.
  5. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.
  6. 6,0 6,1 6,2 Entstammt dem posthum veröffentlichten Werk The Peoples of Middle-earth.

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Drittes Buch, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.
    • Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher.
    • Anhang F (I): Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters.
  • J. R. R. Tolkien: The Peoples of Middle-earth. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Part I, II The Appendix on Languages (p. 53).
  • Wayne G. Hammond und Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion.
    • Nomenclature of The Lord of the Rings (p. 752).
  • J. R. R. Tolkien: The Rivers and Beacon-hills of Gondor, in Vinyar Tengwar #42. Kommentiert und herausgegeben von Carl F. Hostetter und Christopher Tolkien.
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