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Peregrin Tuk

Aus Ardapedia

Peregrin Tuk im Fangorn-Wald.
Bild: Anke Eißmann

Peregrin „Pippin“ Tuk (Original: Peregrin „Pippin“ Took) ist im Legendarium einer der neun Gefährten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeitangaben

[Bearbeiten] Volk

Hobbits

[Bearbeiten] Beschreibung

Peregrin Tuk, von seinen Freunden schlicht Pippin genannt, war der Sohn von Paladin Tuk, dem einunddreißigsten Thain des Auenlandes, und Heiderose, geborene Brandybock. Er hatte drei ältere Schwestern namens Perle, Pimpernel und Petunia. Pippin wohnte in Weißbrunn, wo sein Vater Landwirtschaft betrieb.

Zur Zeit des Ringkriegs war Pippins Erscheinung eher jünglingshaft, immerhin war er noch in den Zwiens, er war vier Fuß (1,22 m) groß und hatte blonde, fast goldene Haare. Später wuchs er jedoch noch, nachdem er im Fangorn-Wald den Enttrunk zu sich genommen hatte und war schließlich mit einer Körpergröße von etwas über vier Fuß und fünf Zoll (knapp 1,35 m), sogar größer als Bullenrassler Tuk. Pippin war äußerst neugierig, aber auch recht tollpatschig, was ihn und auch seine Begleiter nicht selten in gefährliche Situationen brachte.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Die Gefährten

Pippin war der jüngste der vier Hobbits unter den Gefährten und somit auch das jüngste Mitglied derjenigen, die Frodo Beutlin auf seiner Reise zum Schicksalsberg begleiteten.

Zusammen mit seinem Vetter Merry und Sam war er der beste Freund von Frodo. Durch Zufall erfuhren er und Merry, dass Frodo einen Zauberring hatte und versuchten näheres herauszufinden. Sie wussten deshalb, dass Frodo nicht vorhatte, sich in Krickloch niederzulassen, sondern fortzugehen. Auf dieses Abenteuer wollten sie unbedingt mit, weil sie Frodo nicht mit der Bürde des Einen Rings alleine lassen wollten.

Pippin begleitete Frodo gemeinsam mit Sam auf dem Weg durch das Auenland, wo sie zum ersten Mal den Schwarzen Reitern begegneten, doch sie erreichten schließlich das Haus in Krickloch, wo Merry sie bereits erwartete. Die Flucht von Krickloch durch den Alten Wald endete für Pippin und Merry fast tödlich, denn sie wurden vom Alten Weidenmann gefangen, doch von Tom Bombadil gerettet. Auf dem Weg zur Straße wurden sie von einem Grabunhold gefangengenommen und entkamen mit Toms Hilfe nur knapp. Dort erhielt Pippin auch seinen Dolch, den er später Trollfluch nannte.

Im Gasthaus „Zum Tänzelnden Pony“ zu Bree versuchte Pippin unvorsichtigerweise das Ende von Bilbo Beutlins Geburtstagsfeier zum Besten zu geben. Frodo zog schnell die Aufmerksamkeit auf sich, doch dies endete damit, dass er aus Versehen den Einen Ring aufsetzte. Nach der Ankunft in Bruchtal fand Elronds Rat statt und dank Gandalfs Fürsprache wurden auch Merry und Pippin in der Gemeinschaft des Ringes aufgenommen.

Nach der misslungenen Überquerung des Rothornpasses, bei der den Hobbits der Kältetod drohte, kamen sie nach Moria. Dort konnte Pippin seine Neugier nicht zügeln und warf einen Stein in einen Brunnenschacht, wodurch die üblen Kreaturen der Minen aufgeschreckt wurden, darunter neben den Orks wohl auch der Balrog.

[Bearbeiten] Die Zwei Türme

Pippin stiehlt den Palantír von Gandalf, Bild: Anke Eißmann

Als die Gemeinschaft des Ringes bei den Rauros-Fällen zerfiel, geriet Pippin zusammen mit seinem Vetter Merry in die Gefangenschaft der Uruk-hai und wurde von ihnen Richtung Orthanc verschleppt. Boromir, der versuchte die beiden Hobbits zu schützen, erlag nach dem Kampf seinen Verletzungen.

Pippin nutzte zweimal die Gunst der Stunde und seine Pfiffigkeit: Bei einem Kampf unter den Orks konnte er ungesehen seine Fesseln durchtrennen und in der Hoffnung, dass die Gefährten ihn und Merry retten würden, ließ er das Geschenk von Galadriel – eine Spange in Form eines Mallornblattes – fallen. Dieses wurde später von Aragorn gefunden.

Erst am Rande des Waldes Fangorn gelang es den beiden Hobbits, sich zu befreien. Sie begegneten dem Ent Baumbart. Sie freundeten sich mit ihm an und wurden zum Steinchen, das alles ins Rollen brachte: Die Ents erwachten und griffen Saruman in Isengart an. Dort trafen Pippin und Merry nach dem Sieg über Saruman auch ihre alten Freunde Aragorn, Legolas, Gimli und Gandalf wieder.

Bei dem Streitgespräch zwischen Saruman – der in seinem Turm gefangen war – und Gandalf warf Gríma Schlangenzunge den Palantír aus dem Turmfenster, den Pippin aufhob. Danach war er von diesem Stein wie besessen und des Nachts stahl er ihn Gandalf, um ihn sich genauer anzuschauen. Sauron sprach zu ihm und versuchte ihn auszuhorchen. Pippin verriet jedoch nur, dass er ein Hobbit ist.

Daraufhin ritt Gandalf sofort mit Pippin nach Minas Tirith, damit er außer Gefahr war und nicht mehr in Versuchung geriet noch einmal in den Palantír zu schauen.

[Bearbeiten] Die Rückkehr des Königs

Pippin versucht Faramir vor dem wahnsinnig gewordenen Denethor zu retten, Bild: Anke Eißmann

In Minas Tirith bot er Truchsess Denethor sein Schwert an und trat in dessen Dienst.

Er wurd von ihm ausgefragt, vor allen Dingen nach Boromir und dessen Ende. Im Dienst als Wächter der Veste, lernte er Beregond und dessen Sohn Bergil kennen, mit denen er sich anfreundet. Während der Belagerung um Minas Tirith traf er auch auf Boromirs jüngeren Bruder Faramir, den er sofort lieb gewann.

Ihn rettete er gemeinsam mit Gandalf und Beregond, als Denethor dem Wahnsinn verfiel und sich und Faramir auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte.

Pippin nahm an der Schlacht am Morannon teil und erschlug einen Bergtroll, der Beregond angriff. Nach dem Sieg wurde er zum Ritter von Gondor geschlagen. Bei der Befreiung des Auenlands war Pippin einer der Hauptleute beim Aufstand gegen Scharrers Strolche. Er war es, der die Tuks aus Tuckbergen und dem Grünbergland holte, um die Strolche in der Schlacht von Wasserau zu besiegen.

[Bearbeiten] Nach dem Ringkrieg

Im Jahre 1427 A. Z. heiratete Pippin ein Mitglied der Nord-Tuks, nämlich Dietmute von Langcleeve, mit der er einen Sohn mit Namen Faramir bekam. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1434 A. Z. wurde er Thain des Auenlandes. Im selben Jahr wurde er von König Elessar zum Ratsherrn des Nördlichen Königreichs ernannt. Als Thain legte er in den Groß-Smials eine Bibliothek an, die Aufzeichnungen über Elendil und seine Erben, die Geschichte Númenors und den Aufstieg Saurons enthielt. Eine der wichtigsten Schriften war jedoch die Erzählung der Jahre,[2] sowie das Buch des Thains, eine Kopie des Roten Buchs der Westmark.

Im Jahre 1484 A. Z. verließ er das Auenland für immer und ritt mit Merry nach Süden. Er ließ sich in Gondor nieder, wo er die letzten Jahre seines Lebens in Frieden verbrachte. Er wurde ebenso wie Merry an der Rath Dínen in den Weihestätten zur letzten Ruhe gebettet. Wie es hieß wurden die Totenbetten der beiden Hobbits nach dem Tod König Elessars neben das seine in das Haus der Könige gestellt.

[Bearbeiten] Adaptionen

[Bearbeiten] Zeichentrickfilme

Im Der Herr der Ringe-Zeichentrickfilm von 1978 wird Pippin von Dominic Guard gesprochen. In dieser Filmadaption wird Dominic Guard von Arno Bergler synchronisiert.

In der „Fortsetzung“ The Return of the King von Arthur Rankin Jr. und Jules Bass von 1981 wird Pippin von Sonny Melendrez gesprochen.

[Bearbeiten] Filmtrilogie

Billy Boyd auf der Ring*Con 2005

In der Filmtrilogie wird Pippin von Billy Boyd dargestellt. Seine Rolle, ebenso wie die Dominic Monaghans, der den Merry spielt, sind eher komödiantisch angelegt, wie man es besonders im ersten Teil an dem Zwischenfall mit der Rakete auf Bilbos Geburtstag (Szene 5: Ein lang erwartetes Fest), ihren Liedern und komischen Reaktionen (insbesondere Szene 9: Im „Grünen Drachen“ und Szene 13: Querfeldein zu den Pilzen) sieht. Sie verkörpern dadurch den wahren Hobbitgeist, der den Zuschauern besonders am Anfang der Special Extended Edition (Szene 2: Über Hobbits) vorgestellt wird. Die beiden stellen mit ihrer zu Anfang unkonventionellen Hobbitart bereits früh für die Zuschauer Sympathieträger dar.

Pippin ist ein Individualist mit einer Menge Spontanität. Auch sieht er die Welt aus einer Perspektive, die ein wenig anders ist als die der meisten Leute.

— Billy Boyd: Über seine Figur Pippin in Brian Sibleys Der Herr der Ringe: Das offizielle Filmbuch.

In den Filmen geht es bei Pippin vor allem um dessen Suche nach Mut und Stärke, die dieser erst im Laufe der Filmtrilogie findet.

Zwischen den Büchern und den Filmen bestehen dabei wenige, aber auffällige Unterschiede. In Lothlórien beispielsweise erhält Pippin einen Dolch der Noldor (Szene 41: Abschied von Lórien) und in Minas Tirith wird ihm eine viel bedeutsamere Rolle zu Teil: Er entzündet das Leuchtfeuer oberhalb der Stadt (Szene 17: Pippins Aufgabe), reitet mit Gandalf auf Schattenfell als dieser die Soldaten unter Faramir rettet, die aus Osgiliath fliehen (Szene 21: Der Fall Osgiliaths), spricht mit Faramir über dessen Beziehung zu seinem Vater (Szene 25: Peregrin, Wächter der Veste) und kämpft bei der Belagerung von Minas Tirith in der Stadt (Szene 44: Denethors Wahnsinn). Beim Showdown vor dem Schwarzen Tor ist er zudem einer der ersten, die den Feinden entgegen laufen (Szene 65: Das Schwarze Tor öffnet sich).

[Bearbeiten] Hörspiele

Im englischen Hörspiel zum Roman The Lord of the Rings (BBC, 1981) wird Pippin von John MacAndrew gesprochen.

Im deutschen Der Herr der Ringe-Hörspiel (SWF/WDR, 1991) wird der Hobbit von Schauspieler Rufus Beck gesprochen.

[Bearbeiten] Namen und Titel

  • Peregrin, J. R. R. Tolkiens Übersetzung für den originalen Westronnamen des Hobbits. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bezog sich auf wandernde Leute. Es entspricht in etwa dem englischen Wort pilgrim (‚Pilger‘).
  • Pippin oder Pip, Peregrins Spitzname, entspricht im Westron der Kurzform Razar. Pippin ist bei Tolkien und den Fans der gebräuchlichste Name für den Hobbit. Der Name ist möglicherweise abgeleitet von einem fränkischen Kosenamen pippinus für ‚kleines Kind‘, der sich eventuell von einer romanischen Wurzel herleitet und demnach auch ‚Kern‘ oder metaphorisch ‚so klein wie ein Apfelkern‘ bedeuten könnte.[3] Peregrin erhielt diesen Spitznamen vermutlich, weil er der jüngste unter seinen Hobbit-Freunden war.
  • Razanur Tûk, Pippins Name im unübersetzten Hobbitisch. Der Vorname enthält die Bestandteile raza ‚Fremdling‘ und razan ‚fremdländisch‘ und ist der Name eines legendären Reisenden.
  • Ernil i Pheriannath, als Pippin in Gondor war, wurde er dort irrtümlich so genannt. Der Titel ist Sindarin und bedeutet ‚Prinz der Halblinge‘.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Das Geburtsjahr wird in seinem Stammbaum in Anhang C des Herrn der Ringe angegeben. Die Jahreszeit ergibt sich aus dem Kapitel Minas Tirith in Die Rückkehr des Königs, in dem Pippin erwähnte, als er mit Bergil sprach, er sei fast 29 Jahre alt und Gandalf und Pippin befanden sich im März in Minas Tirith.
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Anhang B: Die Aufzählung der Jahre
  3. Zum Namen Pippin bei Wikipedia.de

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Erstes Buch,
      • Drittes Kapitel: Drei Mann hoch.
      • Viertes Kapitel: Geradewegs zu den Pilzen.
      • Fünftes Kapitel: Eine aufgedeckte Verschwörung.
      • Sechtes Kapitel: Der Alte Wald.
      • Achtes Kapitel: Nebel auf den Hügelgräberhöhen.
      • Neuntes Kapitel: Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony.
    • Zweites Buch,
      • Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond.
      • Viertes Kapitel: Eine Wanderung im Dunkeln.
      • Achtes Kapitel: Abschied von Lórien.
      • Zehntes Kapitel: Der Zerfall der Gemeinschaft.
    • Drittes Buch,
      • Estes Kapitel: Boromirs Abschied.
      • Viertes Kapitel: Baumbart.
      • Neuntes Kapitel: Treibgut und Beute.
      • Zehntes Kapitel: Sarumans Stimme.
      • Elftes Kapitel: Der Palantír.
    • Fünftes Buch,
      • Erstes Kapitel: Minas Tirith.
      • Siebtes Kapitel: Denethors Scheiterhaufen.
      • Zehntes Kapitel: Das Schwarze Tor öffnet sich.
    • Sechtes Buch, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes.
    • Anhang C: Familienstammbäume.
  • J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter.
  • J. R. R. Tolkien: Sauron Defeated. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Part One: The End of the Third Age, XI The Epilogue (p. 115).
  • J. R. R. Tolkien: The Peoples of Middle-earth. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • II The Appendix on Languages.
  • Wayne G. Hammond und Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion.
    • Auszug aus The Lord of the Rings: Index (unvollendet) (p. 523).
  • Brian Sibley: Der Herr der Ringe: Das offizielle Filmbuch.


Die Gefährten
Vorgänger Thain des Auenlandes Nachfolger
Paladin II. 1434–1484 A. Z. Faramir I.
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