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John Tolkien

Aus Ardapedia

John Francis Reuel Tolkien, geboren am 16. November 1917 in Cheltenham, gestorben am 22. Januar 2003 in Oxford,[1] war der älteste Sohn von Edith und J. R. R. Tolkien[2]. Den Vornamen „Francis“ erhielt er zu Ehren des Priesters Francis Morgan, J. R. R. Tolkiens ehemaligem Vormund, der das Kind auch taufte.[3]

John Tolkien besuchte die Dragon School in Oxford und die Oratory School in Caversham, an der er in seinem letzten Schuljahr entschied, ein katholischer Priester zu werden.[2] Auf Anraten des Erzbischofs begann er aber 1936 zunächst ein Studium der Englischen Literatur am Exeter College in Oxford.[4] Nachdem er als Bachelor of Arts abgeschlossen hatte, verbrachte er 1939 einige Monate am St. Mary’s College in Oscott,[1] dem Priesterseminar der Diözese Birmingham[5]. Im November des Jahres ging er ans Venerable English College in Rom,[2] einem Priesterseminar für die Diözesen von England und Wales[6]. Da Italien zwar noch nicht in den Zweiten Weltkrieg eingetreten, aber bereits mit Deutschland verbündet war, verließen die Priester und Studenten im Mai 1940 aus Sicherheitsgründen das Land.[4] Die Arbeit des Colleges wurde für einige Jahre in England weitergeführt, zunächst in Amberside und dann in Stonyhurst.[2]

Am 10. Februar 1946 wurde John Tolkien schließlich in der Church of St. Gregory and St. Augustine in Oxford zum Priester geweiht.[2] Die nächsten 48 Jahre diente er in verschiedenen Funktionen in der Diözese von Birmingham.[1] Zunächst war er bis 1950 in der St. Mary and St. Benedict Church in Coventry tätig, anschließend bis 1957 in der English Martyrs Church in Sparkhill, einem Bezirk von Birmingham.[4] Von 1957 bis 1966 diente er in der Kirche Our Lady of Sorrows in Knutton,[1] wo er gleichzeitig auch Kaplan des University College of North Staffordshire war[4]. Danach war John Tolkien mehr als zwanzig Jahre lang Pfarrer der Gemeinde Our Lady of the Angels and St. Peter in Chains in Stoke-on-Trent, bevor er ab 1987 in Eynsham bei Oxford in der St. Peter’s Catholic Church arbeitete.[4] Nachdem er 1994 in Ruhestand ging, war er noch als Kaplan des katholischen Männerordens der Brüder der christlichen Schulen (in England auch De La Salle Brothers genannt) tätig.[2]

Nach dem Tod seines Vaters hielt John Tolkien am 6. September 1973 die Totenmesse in der Church of St Anthony of Padua in Headington, einem Vorort von Oxford, zusammen mit Robert Murray, einem Freund J. R. R. Tolkiens, und mit dem Gemeindepfarrer Doran.[7]

Zusammen mit seiner Schwester Priscilla veröffentlichte er 1992 das Buch The Tolkien Family Album, das viele Familienphotos und Anekdoten enthält.[4]

John Tolkien liegt wie seine Eltern auf dem Wolvercote Cemetry in Oxford begraben.[2]

[Bearbeiten] Weblinks

John Francis Reuel Tolkien. In: Find a Grave. URL: http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=114355637. Abgerufen am 24. November 2013. [Bilder von John Tolkiens Grabstätte.]

[Bearbeiten] Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Walter Hooper: Tolkien, Father John Francis Reuel. In: C. S. Lewis: Collected Letters Vol. II. Biographical Appendix. HarperCollins, London 2004, S. 1074–1075.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Wayne G. Hammond, Christina Scull: Tolkien, John Francis Reuel In: The J. R. R. Tolkien Companion and Guide. Volume II: Reader’s Guide. Harper Collins, London 2006, S. 1017–1018.
  3. Humphrey Carpenter, Wolfgang Krege (Übers.): J. R. R. Tolkien: Eine Biographie. Klett-Cotta, Stuttgart 1979, S. 117.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Douglas A. Anderson: Tolkien, John (1917–2003). In: Michael D. C. Drout (Hrsg.): J. R. R. Tolkien Encyclopedia. Routledge, New York 2006, S. 666–667.
  5. Oscott College. In: www.oscott.net. URL: http://www.oscott.net/. Abgerufen am 24. November 2013.
  6. The Venerable English College, Rome. In: www.vecrome.org. URL: http://www.vecrome.org/. Abgerufen am 24. November 2013.
  7. Wayne G. Hammond, Christina Scull: 6 September 1973. In: The J. R. R. Tolkien Companion and Guide. Volume I: Chronology. Harper Collins, London 2006, S. 775.
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