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Gondor

Aus Ardapedia

Die Karte von Gondor. (Zeichner: Andreas Kinder)

Gondor (Sindarin für ‚Land der Steine‘) ist im Legendarium ein großes Dúnedain-Königreich im Nordwesten Mittelerdes. Nach dem Untergang Númenors gegründet, erlebt es in der ersten Hälfte des Dritten Zeitalters eine Blütezeit und wird zum größten und mächtigsten je dagewesenen Reich der Menschen. Durch innere Konflikte und Kriege mit verfeindeten Völkern verfällt seine Herrlichkeit jedoch nach und nach. Nach der finalen Schlacht am Ende des Zeitalters wird Gondor mit dem wieder errichteten Arnor vereinigt und steigt unter König Elessar zu alter Stärke auf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Allgemeines

Wappen von Gondor
Das Land lag im südlichen Bereich der bekannten Gebiete von Mittelerde. Die Kernlande befanden sich zwischen den Ered Nimrais, dem Anduin und Belegaer. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erstreckte sich Gondor nordwärts bis zur Ebene von Celebrant, ostwärts, über große Teile von Rhovanion, bis hinter das Meer von Rhûn, nach Süden bis zum Fluss Harnen im Landesinneren und Umbar an der Küste und westlich bis zum Gwathló. Zur Zeit des Ringkrieges grenzte es im Norden nur noch an die Ered Nimrais und an Rohan, im Osten an Mordor, im Süden an den Poros und im Westen an Belegaer.

Im Norden grenzte das verbündete Königreich Rohan an Gondor, im Osten lag Mordor, im Nordosten lagen die menschenleeren Ebenen von Rhovanion. Im Süden lagen die weiten Lande Harads während die westlichen Gebiete Gondors ebenso wie die Gebiete nordwestlich der Grenzen nur dünn besiedelt waren.

Typisch für die Geographie Gondors war das Weiße Gebirge, welches das Land von West nach Ost durchzog und im Dritten Zeitalters auch die Nordgrenze des Landes bildete. Die Bergkette besaß lange bewaldete Ausläufer, die sich teilweise bis an die Küste erstreckten. Ebenso prägend und von weit größerer Bedeutung für das Königreich war der mächtige Strom Anduin. Die Provinz Ithilien östlich des Anduin und die Regionen westlich des Flusses Ringló waren hügelige Waldlandschaften. Zu Gondor gehörte die Insel Tolfalas, ebenso wie das sumpfige Delta des Anduin.

[Bearbeiten] Klima

Die Pflanzen, die in Ithilien wuchsen (Lorbeer, Oliven, Terpentinpistazien, Thymian), deuten darauf hin, dass das Klima in Gondor eher mediterran war.

[Bearbeiten] Gewässer

Von den Hängen der Ered Nimrais flossen viele Bäche dem Meer entgegen. Neben dem Anduin waren die wichtigsten Flüsse der Lefnui, der Morthond, der Ringló, der Gilrain und der Sirith.

[Bearbeiten] Gesellschaft

Das Königreich Gondor war in mehrere Lehen unterteilt, die von Adligen verwaltet wurden. Jedoch bildeten diese Lehen weniger Kleinkönigreiche als Verwaltungseinheiten. Im Falle des Krieges wurden in den Lehen Truppen gemustert, die verschieden spezialisiert waren.

[Bearbeiten] Regionen und Städte

Die bevölkerungsreichsten Regionen Gondors waren, neben dem Gebiet um die Hauptstadt Minas Tirith, Lossarnach, Lebennin, und Belfalas.

Als Sitz der Könige und bevölkerungsreichste Siedlung war Osgiliath lange Zeit die bedeutendste Stadt des Königreichs. Trotz der Lage weit im Landesinneren war die Stadt auf Grund der Tiefe des Anduins auch für große seetüchtige Schiffe zu erreichen. Des weiteren war Osgiliath der einzige Ort, an dem eine Brücke über den Anduin führte.

Weitere wichtige Städte waren Minas Anor und Minas Ithil, ebenso, als größte Hafenstadt und wichtigster Stützpunkt der Flotte Pelargir außerdem die Festung und der Hafen von Dol Amroth. Im Laufe der Zeit nahm die Bedeutung von Osgiliath immer mehr ab, der Thronräuber Castamir plante sogar, den Thronsitz nach Pelargir zu verlegen.

Nach der Zerstörung Osgiliaths und dem Fall von Minas Ithil gewann Minas Anor, das von da an Minas Tirith, was soviel bedeutet wie Turm der Wacht, genannt wurde, als Sitz der Könige, größte und am stärksten befestigte Stadt und als Wachtposten über die Anduinbrücken zunehmend an Bedeutung.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Nachdem die Númenórer sich in Gondor niedergelassen hatten, vermischten sie sich relativ schnell mit der einheimischen Bevölkerung, die jedoch nicht sehr zahlreich war. In manchen Gegenden Gondors schritt diese Vermischung weiter fort als in anderen, so dass besonders die Menschen in Lossarnach eher den dunkleren, stämmigeren Menschen Mittelerdes glichen, als den hochgewachsenen, hellhäutigen Númenórern, die noch in der Region um Dol Amroth zu finden waren.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Das Letzte Bündnis (3320 Z. Z. bis 1 D. Z.)

Gondor wurde im Jahre 3320 Z. Z. von den Söhnen Elendils, Isildur und Anárion, gegründet. Schon zur Zeit der númenorischen Schiffskönige hatte es Siedlungen der Númenorer in Gondor gegeben, die größte von diesen war Pelargir, was sich zum wichtigsten Hafen der Getreuen entwickelte. Als Hauptstadt gründeten die Brüder Osgiliath zu beiden Seiten des Anduin. Isildur ließ auf einem Felsvorsprung der Ephel Dúath im späteren Morgul-Pass die Festung Minas Ithil errichten, wo er einen Sämling des Weißen Baumes pflanzte. Anarion hingegen errichtete seine Festung gegenüber der seines Bruders auf einem Felsvorsprung der Ered Nimrais and den Hängen des mächtigen Mindolluin und nannte sie Minas Anor. Die Getreuen wussten wohl, dass sie sich nahe an Mordor niedergelassen hatten, dem Land ihres Feindes Sauron, doch hofften sie, dass dieser beim Untergang Númenor vernichtet worden war.

Sauron jedoch kehrte zurück, übereilt und ohne das er richtig vorbereitet war, griff er Gondor an, hoffend, das noch junge Reich zu überraschen und schnell nieder zuringen. Doch obwohl seine Truppen 3429 Minas Ithil erobern konnten und Isildur zu seinem Vater nach Arnor flüchten musste, konnte Anarion dem Angriff standhalten und er hielt Osgiliath und das Anduinufer. Elendil und Isildur formten derweil mit ihrem Freund, dem Hochkönig Gil-galad, das Letzte Bündnis zwischen Elben und Menschen. 3433, vier Jahre später, zog ein großes Heer von Elben und Menschen von Norden nach Mordor.

3434 gelang es Anarion Minas Ithil zurückzuerobern und konnte so Ithilien passieren und das Heer Gondors mit den Heeren Arnors und der Elben vereinen. Saurons Streitkräfte wurden besiegt und auch er selbst fiel nachdem Barad-dûr sieben Jahre lang belagert worden war, als Isildur ihm den Einen Ring von der Hand schnitt. Elendil und Anarion waren erschlagen worden und Isildur, der das Erbe seines Vaters als Hochkönig von Gondor und Arnor antreten wollte, ließ Gondor unter der Obhut seines Neffen Meneldil zurück um nach Arnor zu reisen. In Gemetzel auf den Schwertelfeldern, als Isildurs kleiner Trupp von Orks überfallen wurde, wurde auch Isildur getötet. Sein jüngster Sohn Valandil wurde später König von Arnor, doch obwohl dieser Anspruch oft gestellt wurde, gelang es keinem der Könige Arnors König von Gondor und Arnor zu werden, da Meneldils Nachfolger diesen Anspruch verweigerten.

[Bearbeiten] Das Aufstrebende Königreich (1 D. Z. bis 1250 D. Z.)

Gondor zur Zeit seiner höchsten Ausdehnung

Sowohl Gondor als auch Arnor hatte im Krieg gegen Sauron hohe Verluste hinnehmen müssen, doch Gondor erholte sich wesentlich schneller und war auch nicht von geographischen Gegebenheiten und Verbündeten eingeengt, so dass das Reich schnell expandieren konnte. Die ersten 450 Jahre des Dritten Zeitalters blieben friedlich doch zur Regierungszeit König Ostohers wurde Gondor zum ersten Mal von Ostlingen angegriffen. Unter den folgenden Königen gewann Gondor große Gebiete nordöstlich der Ered Lithui. Ab dem Jahr 830 begann die Zeit der Schiffskönige, in der Gondor große Flotten rüstete und die Seefahrer Gondors die Erde umrundeten. Während der Regentschaft von Tarannon Falastur zerfällt das nördliche Königreich Arnor in die drei Teilreiche Arthedain, Cardolan und Rhudaur. Die Expansion Gondors führte zum Konflikt mit Umbar das im Jahr 933 erobert wurde. Es folgte ein hin und herwogender Krieg zwischen den Haradrim und Gondor. Unter der Herrschaft von König Ciryaher wurden die Haradrim im Jahr 1050 vernichtend geschlagen und Ciryaher nahm den Namen Hyarmendacil I. an.

Um 1000 D. Z. kamen Könige an die Reihe, die sich der Bequemlichkeit hingaben, die Bewachung Mordors wurde vernachlässigt. Auch die Ostlinge rührten sich wieder und griffen Gondor an. Doch 1240 übernahm Minalcar das Szepter. Er stieß mit einer Armee bis zum Meer von Rhûn vor, wo er eine große Armee der Ostlinge besiegte und daraufhin den Namen Rómendacil II. annahm. Er war es auch, der die Argonath erbauen ließ und das Westufer des Anduin von Nen Hithoel bis hinauf zum Limklar befestigen ließ. Er stärkte Gondors Armee, indem er viele Nordmenschen aufnahm und unterstützte die Fürsten von Rhovanion insbesondere einen gewissen Vidugavia. Zur gleichen Zeit, um 1300 entsteht im Norden von Mittelerde das Reich von Angmar und beginnt die nördlichen Königreiche der Dúnedain zu bekriegen. Gleichzeitig legt sich ein Schatten auf den Großen Grünwald, der fortan Düsterwald genannt wird. Im Laufe der Jahre beginnt der Schatten über Dol Guldur zu wachsen und die Weisen fürchten es handelte sich um Sauron.

[Bearbeiten] Der Niedergang

[Bearbeiten] Der Sippenstreit

1250 sandte Rómendacil seinen Sohn Valacar an den Hof Vidugavias, damit dieser die Sprache und Gebräuche der Nordmenschen kennenlernte. Valacar heiratete Vidumavi von den Nordmenschen, was viele Gondorer nicht für gut hießen. Als sein Sohn Eldacar den Thron besteigen sollte, kam es zu einem Bürgerkrieg. Die Rebellen unter Castamir, die kein "Halbblut" auf dem Thron Anarions dulden wollten, belagerten die Königstreuen in Osgiliath. Eldacar konnte zu den Verwandten seiner Mutter nach Norden fliehen. Osgiliath jedoch brannte zu großen Teilen nieder, die große Kuppel der Sterne wurde zerstört und der Palantír der Stadt ging im Anduin verloren. Castamir erwieß sich als ungerechter und hochmütiger König, und so verlor er schnell die Unterstützung in vielen Gebieten, abgesehen von den großen Hafenstädten, denn er war Befehlshaber der Flotte gewesen. 1447 zog Eldacar mit einer Armee aus Nordmenschen und Königstreuen gen Pelargir. An den Furten des Erui kam es zur Schlacht, Castamir wurde getötet, doch seine Söhne und viele Anhänger Castamirs flohen nach Umbar, wo sie die Herrschaft übernahmen.

Die Söhne Castamirs wiegelten die Haradrim immer wieder zum Krieg gegen Gondor auf, und ihre Schiffe suchten die Küste des Reiches heim, weshalb sie die Korsaren von Umbar genannt wurden. 1643 eroberten sie Pelargir und töteten König Minardil.

[Bearbeiten] Die Große Pest, die Wagenfahrer und das Versagen der Königslinie (1636 D. Z. bis 2050 D. Z.)

Unter der Herrschaft von König Telemnar kam 1636 die Große Pest nach Gondor. Ein Großteil der städtischen Bevölkerung wurde dahingerafft. Der König und alle seine Kinder fielen der Seuche zum Opfer und der Weiße Baum verdorrte. Sein Neffe Tarondor pflanzte jedoch einen neuen Sämling in den Brunnenhof von Minas Anor und übernahm das Amt des Königs. Er verlegte den Königssitz von Osgiliath nach Minas Arnor, da Osgiliath stark entvölkert war und zu verfallen begann. Die Bewachung Mordors wurde nun fast vollständig aufgegeben, da die Bevölkerung so stark geschrumpft war. Die Nazgûl scheinen dies genutzt zu haben, um nach Mordor zurückzukehren und Saurons Rückkehr vorzubereiten.

Im Jahr 1856 kam aus dem Osten ein neues kriegerisches Volk, die als Wagenfahrer bekannt wurden und Gondor in starke Bedrängnis brachten. König Narmacil II. starb in der Schlacht, die verbündeten Nordmenschen wurden besiegt und unterjocht. Auf den Thron folgte ihm sein Sohn Calimehtar. Dieser unterstützte einen Aufstand in Rhovanion und besiegte zur gleichen Zeit die Wagenfahrer auf der Dagorlad. Er war es auch, der den Weißen Turm in Minas Arnor errichten ließ, wo der Palantír der Stadt verwahrt wurde.

Im Norden begann der Hexenkönig von Angmar das letzte Teilkönigreich von Arnor, Arthedain, verstärkt anzugreifen. König Arvedui bat Gondor um Hilfe, doch die Wagenfahrer erstarkten wieder und verbündeten sich mit den Haradrim und den Variags aus Khand, um Gondor so gleichzeitig von Norden und Süden angreifen zu können. Auf Grund dieser Gefahr sah sich König Ostoher nicht in der Lage, seinen Verwandten im Norden Beistand leisten zu können. Die Nordarmee Gondors, geführt von Ostoher selbst wurde auf der Dagorlad besiegt, er selbst und seine beiden Söhne getötet. Die Südarmee jedoch, geführt von Earnil II. war siegreich und in Eilmärschen durchquerte sie Ithilien und überraschte die Wagenfahrer während ihrer Siegesfeier. Durch die anschließende Vernichtung der Wagenfahrer war der Sieg Gondors vollkommen.

Da beide Thronerben tot waren, erhob nun Arvedui Anspruch auf den Thron von Gondor. Er wurde abgewiesen und der siegreiche Feldherr Earnil, ein Nachfahre König Telumehtar Umbardacils wurde zum König gekrönt. Im Jahr 1974 erreichte ein verzweifelter Hilferuf Arveduis das südliche Königreich, Angmar bereite den vernichtenden Schlag vor. Earnil ließ eine Flotte ausrüsten und schickte seinen Sohn Earnur nach Norden. Doch die Flotte kam zu spät, denn Fornost war zerstört worden und das nördliche Königreich existierte nicht mehr. Mit Hilfe der Elben aus Imladris und Lindon wurden die Streitkräfte Angmars schließlich in der Schlacht von Fornost besiegt. Als Earnur versuchte, den Hexenkönig im Zweikampf zu stellen, wandte sich sein Pferd um und floh.

Im Jahr 2000 überquerte vollkommen überraschend ein Heer unter der Führung der Nazgûl den Morgulpass und belagerten Minas Ithil, das zwei Jahre später eingenommen wurde. Die Feste wurde fortan Minas Morgul, Turm der Hexerei, genannt. Als 2043 Earnur den Thron bestieg, erhielt er Botschaft aus Morgul, der Hexenkönig wolle das Duell von der Schlacht von Fornost nachholen, wo Earnur vor ihm geflohen sei. Sieben Jahre konnte Earnurs Truchsess Mardil seinen König zurückhalten, doch 2050 ritt der Hitzkopf Earnur mit einer Eskorte nach Minas Morgul und weder er noch seine Männer wurde je wieder gesehen.

[Bearbeiten] Die Zeit der Truchsessen (2050 D. Z. bis 3019 D. Z.)

Da sich kein Erbe finden konnte, übernahm Mardil schließlich die Herrschaft über Gondor, jedoch nur als Hüter des Thrones, bis der König zurückkehre, was mehr und mehr eine nichts sagende Formel wurde. Während Mardils Herrschaft begann der Wachsame Friede und für 300 Jahre hatte Gondor relativen Frieden. Im Jahr 2475 jedoch griffen Orks von einer Art, die man zuvor noch nicht gesehen hatte, Ithilien an und nahmen sogar Osgiliath ein. Die Uruk-hai waren zum ersten Mal aus Mordor hervorgekommen. Osgiliath wurde nun vollständig verlassen. Der Truchsess Boromir konnte Osgiliath zurückgewinnen, was nun jedoch völlig verwüstet war, und eroberte Ithilien zurück. Man sagt, sogar der Hexenkönig habe seinen eisernen Willen gefürchtet, doch wurde Boromir von einer Morgulklinge verwundet und starb für einen Dúnedain sehr jung.

Unter Cirion, Boromirs Sohn, wurde Gondor im Süden von den Korsaren bedroht, im Norden von den Balchoth. Cirion ersuchte die Éothéod unter ihrem jungen König Eorl um Hilfe, die Nachfahren jener Nordmenschen die in Rhovanion gelebt hatten. Die Balchoth überschritten schließlich den Anduin und fielen in Calenardhon ein. Die Nordarmee griff zu früh an, wurde vom Hauptheer abgeschnitten und über den Limklar zurückgedrängt. Gleichzeitig kam eine Orktruppe aus dem Nebelgebirge herab und griff die Gondorer im Rücken an. Völlig unerwartet erschienen Eorls Reiter auf dem Schlachtfeld, fielen dem Feind in den Rücken und jagten sie über die weiten Ebenen. Als Dank für diese Rettung gab Cirion den Éothéod die Provinz Calenardhon zu eigen, was diese freudig annahmen. Beide Herrscher schworen einen feierlichen Eid, dem anderen in Zeiten der Not beizustehen. Calenardhon wurde fortan Rohan genannt.

Im Jahr 2758 kam der Lange Winter. Gondor wurde in diesem Jahr massiv von Flotten aus Harad angegriffen und Rohan von Dunländern überrant, König Helm Hammerhand wurde in der Festung Helms Klamm belagert. Im Jahr 2759 überreichte Truchess Beren den Schlüssel von Orthanc an Saruman und übergab somit die Festung Angrenost, die den Éothéod nicht übergeben worden war. Zur Zeit seines Nachfolgers Beregond fand der Rachekrieg der Zwerge statt und viele Orks flohen nach Süden und setzten sich in den Ered Nimrais fest. Im Jahr 2872 starb der Weiße Baum und es konnte kein Sämling gefunden werden. Als die Raubzüge der Orks in Ithilien zunehmen, verlassen die letzten Bewohner diesen Landstrich, unter Túrin II. werden geheime Zufluchten wie die von Henneth Annûn gebaut. An den Furten des Poros besiegen 2885 die Gondorer zusammen mit den Rohirrim ein Heer der Haradrim.

Im Jahr 2941 kehrt Sauron nach Mordor zurück und der Wiederaufbau von Barad-dûr beginnt. Im gleichen Jahr findet Bilbo Beutlin den Einen Ring. Unter Truchess Ecthelion II. dient Aragorn II. unter dem Namen Thorongil in Gondor und vernichtet in einer gewagten Aktion die Flotte der Korsaren von Umbar.

[Bearbeiten] Die Großen Jahre

Im Jahr 3018 schließlich rüstet Sauron zu einem großen Krieg. Ein erster Angriff kann noch abgewehrt werden, die letzte Anduinbrücke in Osgiliath wird abgerissen. Im März überqueren Saurons gigantische Heerscharen den Anduin, während Korsarenschiffe in Lebenin landen und Pelargir erobern. Am 15. März wird mit Hilfe der riesigen Ramme Grond und der Magie des Hexenkönigs das Große Tor von Minas Tirith eingerissen. Doch die Rohirrim erscheinen gerade rechtzeitig um eine Eroberung der Stadt abzuwenden, die Schlacht auf dem Pelennor beginnt, in deren Verlauf der Hexenkönig vernichtet und Saurons Armee besiegt wird. Aragorn II. enthüllt während der Schlacht sein Banner und gibt sich somit als Isildurs Erbe zu erkennen. Am 25. März wird der Eine Ring zerstört, und Sauron vernichtet. Am Mittjahrestag des Jahres 3019 wird Aragorn II. zum König des Wiedervereinigten Königreiches von Gondor und Arnor gekrönt. Er besteigt als Elessar Telcontar Enviyatar den Thron und ist seit den Tagen Elendils der erste, der über beide Königreiche der Dúnedain gebietet.

[Bearbeiten] Herrscher von Gondor

Könige von Gondor (Z. Z. und D. Z.) Herrschende Truchsessen von Gondor (D. Z.) Könige des Wiedervereinigten Königreichs (V. Z.)
  1. Elendil
  2. Isildur und Anárion
  3. Meneldil (2–158 D. Z.)
  4. Cemendur (158–238 D. Z.)
  5. Earendil (238–324 D. Z.)
  6. Anardil (324–411 D. Z.)
  7. Ostoher (411–492 D. Z.)
  8. Rómendacil I. (Tarostar; 492–541 D. Z.)
  9. Turambar (541–667 D. Z.)
  10. Atanatar I. (667–748 D. Z.)
  11. Siriondil (748–830 D. Z.)
  12. Tarannon Falastur (830–913 D. Z.)
  13. Earnil I. (913–936 D. Z.)
  14. Ciryandil (936–1015 D. Z.)
  15. Hyarmendacil I. (Ciryaher; 1015–1149 D. Z.)
  16. Atanatar II. Alcarin (1149–1226 D. Z.)
  17. Narmacil I. (1226–1294 D. Z.)
  18. Calmacil (1294–1304 D. Z.)
  19. Rómendacil II. (Regent 1240–1304 D. Z. unter dem Namen Minalcar; König 1304–1366 D. Z.)
  20. Valacar (1366–1432 D. Z.)
  21. Eldacar (regierte 1432–1437 D. Z. und 1447–1490 D. Z.)
  22. Castamir (der Thronräuber, regierte 1437–1447 D. Z.)
  23. Aldamir (1490–1540 D. Z.)
  24. Hyarmendacil II. (Vinyarion; 1540–1621 D. Z.)
  25. Minardil (1621–1634 D. Z.)
  26. Telemnar (1634–1636 D. Z.)
  27. Tarondor (1636–1798 D. Z.)
  28. Telumehtar Umbardacil (1798–1850 D. Z.)
  29. Narmacil II. (1850–1856 D. Z.)
  30. Calimehtar (1856–1936 D. Z.)
  31. Ondoher (1936–1944 D. Z.), Arvedui erhebt nach Ondohers Tod Anspruch auf Gondor durch seine Gemahlin Fíriel, Ondohers Tochter
  32. Earnil II. (1945–2043 D. Z.)
  33. Earnur (2043–2050 D. Z.) Nach seinem Tod übernehmen die Truchsessen bis zur Rückkehr des Königs die Regentschaft
  1. Mardil Voronwe (2050–2080 D. Z.)
  2. Eradan (2080–2116 D. Z.)
  3. Herion (2116–2148 D. Z.)
  4. Belegorn (2148–2204 D. Z.)
  5. Húrin I. (2204–2244 D. Z.)
  6. Túrin I. (2244–2278 D. Z.)
  7. Hador (2278–2395 D. Z.)
  8. Barahir (2395–2412 D. Z.)
  9. Dior (2412–2435 D. Z.)
  10. Denethor I. (2435–2477 D. Z.)
  11. Boromir (2477–2489 D. Z.)
  12. Cirion (2489–2567 D. Z.)
  13. Hallas (2567–2605 D. Z.)
  14. Húrin II. (2605–2628 D. Z.)
  15. Belecthor I. (2628–2655 D. Z.)
  16. Orodreth (2655–2685 D. Z.)
  17. Ecthelion I. (2685–2698 D. Z.)
  18. Egalmoth (2698–2743 D. Z.)
  19. Beren (2743–2763 D. Z.)
  20. Beregond (2763–2811 D. Z.)
  21. Belecthor II. (2811–2872 D. Z.)
  22. Thorondir (2872–2882 D. Z.)
  23. Túrin II. (2882–2914 D. Z.)
  24. Turgon (2914–2953 D. Z.)
  25. Ecthelion II. (2953–2984 D. Z.)
  26. Denethor II. (2984–3019 D. Z.)
  27. Faramir (3019 D. Z.) Interim


  1. Aragorn II. (3019 D. Z.–120 V. Z.)
  2. Eldarion (120 V. Z.– ???)

[Bearbeiten] Zeitmessung

Im Gegensatz zum Auenland begann in Gondor die erste Stunde eines neuen Tages nicht etwa mit der Stunde nach Mitternacht, sondern erst mit der Stunde nach Sonnenaufgang (dieser ist offiziell um 6 Uhr nach Auenland-Zeit); so entsprach zum Beispiel 8 Uhr morgens im Auenland der zweiten Stunde in Gondor.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Eine orkische Bezeichnung für die Menschen aus Gondor war das Wort Tark. Dieses leitet sich von Tarkil (Quenya) ab.
  • Die korrekte (elbische) Bezeichnung für die Bewohner Gondors wäre Gondorrim (‚Steinlandvolk‘). Gondorianer ist ebenso wie gondorianisch falsch, es handelt sich hierbei um eine Eindeutschung des Englischen Gondorians. Eine bessere deutsche Bezeichnung für die Bewohner Gondors wäre Gondorer bzw. gondorisch.

[Bearbeiten] Externe Links

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter.
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Zweites Buch,
      • Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond
    • Viertes Buch,
      • Viertes Kapitel: Kräuter und Kaninchenpfeffer
      • Sechstes Kapitel: Der verbotene Weiher
    • Fünftes Buch,
      • Erstes Kapitel: Minas Tirith
      • Viertes Kapitel: Die Belagerung von Gondor
    • Sechstes Buch,
      • Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König
    • Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher
      • I. Die Númenorischen Könige
    • Anhang B: Zeittafel: Die Jahre der Westlande
      • Das Zweite Zeitalter
      • Das Dritte Zeitalter.
  • J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
    • Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan.
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