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Durins Volk

Aus Ardapedia

Durin der Unsterbliche
(Künstler: Jonas Ulrich)

Durins Volk, auch Langbärte genannt (im Original Durin's folk bzw. Longbeards), ist im Legendarium einer der sieben Stämme der Zwerge, einem fiktiven Volk, das die von J. R. R. Tolkien erdachte Fantasy-Welt von Mittelerde bewohnt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeitangabe

[Bearbeiten] Das Erste Zeitalter

[Bearbeiten] Das Zweite Zeitalter

  • ca. 20: Das Volk von Khazad-dûm wird durch Zwerge verstärkt, die aus den zerstörten Städten in den Ered Luin kommen
  • 750 Noldor gründen Eregion, Bau des Hulstentores von Khazad-dûm, reger Handel zwischen Elben und Zwergen
  • um 1550 Die Zwergenfürsten erhalten von Sauron die Sieben Ringe der Macht
  • 1693 Sauron überfällt Eregion, Zwerge verschlossen Hulstentor, Khazad-dûm wird von den Elben daraufhin Moria genannt
  • 3434 Krieg des Letzten Bündnisses, doch nur wenige Zwerge nehmen teil.

[Bearbeiten] Das Dritte Zeitalter

[Bearbeiten] Beschreibung

Die Zeichen Durins des Unsterblichen, Bild: Rondador

Durins Volk ist jener Zwergenstamm, dessen Ahnherr Durin ist, der älteste und angesehenste der sieben Väter der Zwerge. Er erwachte alleine unter dem Gundabad-Berg. Im Nebelgebirge gründete er die Zwergenstadt Khazad-dûm und machte sie zum Wohnsitz seines Volkes.

Durins Volk ist das bekannteste und von Tolkien am besten beschriebene, da am häufigsten dargestellte Zwergenvolk. Ihm gehören bekannte Persönlichkeiten wie Thorin Eichenschild, Gimli und die einzige bekannte Zwergenfrau Dís an.

[Bearbeiten] Hintergrund

Nachdem die Zwergenstädte Nogrod und Belegost in den Ered Luin Ende des Ersten zeitalers zerstört werden, gehen viele der Überlebenden zu Beginn des Zweiten Zeitalters nach Khazad-dûm und verstärken dessen Volk. Während des Zweiten Zeitalters herrscht zwischen Durins Volk in Khazad-dûm und dem Noldor-Reich von Eregion eine tiefe Freundschaft, nicht zuletzt da beide Völker großartige Handwerker sind und zutiefst den Vala Aule verehren. Als Sauron in Eregion einfällt verschließen die Zwerge ihre Tore, so dass die Elben sich nicht nach Khazad-dûm retten können. Von da nennen die Elben die Zwergenstadt Moria, „Dunkler Abgrund“.

Um das Jahr 1980 des Dritten Zeitalters stoßen die Zwerge von Khazad-dûm beim Abbau einer Mithril-Ader auf einen Balrog, der eingeschlossen lag und nun freikommt. Er erschlägt König Durin VI. und dessen Sohn Náin I. und vertreibt die Zwerge aus ihrer Stadt. Daraufhin verstreuen sich die Zwerge über die Gebirge im Norden und gründen unter anderem das Zwergenreich unter dem Erebor. Die Zwerge gelangen im Norden nur langsam zu Reichtum, da Edelmetallvorkommen spärlich vorhanden sind und das kostbare Mithril an keinem Ort Mittelerdes außer Khazad-dûm zu finden ist. Deshalb unternehmen die Zwerge mehrere Versuche Moria zurückzuerobern, aber selbst nach ihrem Sieg über die Orks in der Schlacht von Azanulbizar müssen sie vor dem Balrog das Feld räumen.

Nachdem der Drache Smaug den Erebor erobert, angelockt vom wachsenden Wohlstand der Zwerge, verstreuen sie sich erneut. Angeregt durch den Zauberer Gandalf unternimmt Thorin Eichenschild mit seinen Gefährten knapp 180 Jahre, nachdem Smaug die Zwerge vom Erebor vertieben hat, im Jahr 2941 D. Z. die Rückeroberung des Zwergenreiches. Im Zuge dessen besiegen die Zwerge von Durins Volk zusammen mit den Wald-Elben und den Menschen von Thal Saurons Ork-Armee in der Schlacht der Fünf Heere.

Auf der Suche nach dem Einen Ring schlägt Sauron den Zwergen von Durins Volk im Jahre 3917 D. Z. vor, ihnen die drei verbliebenen Zwergen-Ringe zurückzugeben, im Tausch gegen die Auskunft wo sich Bilbo Beutlin aufhielt, von dem Sauron dank Gollum erfahren hatte. Die Zwerge verweigerten Sauron ihre Hilfe, wissend, dass ihm nicht vertraut werden kann. Unter König Dáin Eisenfuß kämpf Durins Volk im Ringkrieg gemeinsam mit den Menschen von Thal erfolgreich gegen die mit Sauron verbündeten Ostlinge.

[Bearbeiten] Stammbaum

                            Durin der
                           Unsterbliche
                               E. Z.
                                :
                          6 Generationen
                                :
                            *Durin II.
                                :
                            *Durin III.
                                :
                            *Durin IV.
                                :
                            *Durin VI.
                           1731-1980† D. Z.
                                |
                             *Náin I.
                            1832-1981†
                                |
                            *Thráin I.
                            1934-2190
                                |
                            *Thorin I.
                            2035-2289
                                |
                             *Glóin
                             2136-2385
                                |
                              *Óin
                              2238-2488
                                |
                            *Náin II.
                            2338-2585
                                |
                                ------------------------
                                |                      |
                             *Dáin I.                Borin
                            2440-2589†             2450-2711
                                |                      |
     ----------------------------        ---------------
     |            |             |        |             |
  *Thrór        Frór          Grór     Tochter       Farin
2542-2790†    2552-2589†    2563-2805  um 2550     2560-2803
     |                          |                      |
     |                          |               ----------------  
     |                          |               |              |
*Thráin II.                   Náin           Fundin          Gróin
2644-2850†                  2665-2799†     2662-2799†      2671-2923
     |                          |               |              |
     --------------------       |         ----------       ------------
     |          |       |       |         |        |       |          |
 *Thorin II.  Frerin   Dís   *Dáin II.  Balin   Dwalin    Óin       Glóin
Eichenschild   2751-  2760   Eisenfuß   2763-    2772-   2774-      2783-
 2746-2941†    2799†    |   2767-3019†  2994†   91 V. Z.  2994†     15 V. Z.
                        |       |                                     |
              -----------       ---------------                       |
              |         |       |             |                       |
            Fíli      Kíli   2 Töchter   *Thorin III.               Gimli         
            2859-     2864-  um 2867/77    Steinhelm             Elbenfreund
            2941†     2941†                  2886                    2879
                                              |               (segelt 120 V. Z.
                                          *Durin VII.       mit Legolas in den Westen)
                                           & Letzte
  
Anmerkungen: Das Zeichen  markiert einen unnatürlichen, meist gewaltsamen Tod.

[Bearbeiten] Anmerkung

Zwergenfrauen wurden in den Genealogien nur selten aufgeführt. Der Name der einzigen bekannten Zwergenfrau Dís wurde nur wegen des Todes ihrer beiden Söhne Fili und Kili in der Schlacht der Fünf Heere überliefert. Indirekt kann man aber manchmal erkennen, dass das älteste Kind eines Zwergs eine Tochter war. Ein Zwerg bekam in der Regel im Alter von 100 Jahren sein erstes Kind; weitere folgten dann im Abstand von etwa 10 Jahren. Ist nun der älteste im Stammbaum aufgeführte Sohn etwa 110 Jahre jünger als der Vater, deutet das auf eine ältere Tochter hin.[1]

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. The Peoples of Middle-earth, The Making of Appendix A (p. 285)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Übersetzt von Walter Scherf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1997. (Im Original erschienen 1937 unter dem Titel The Hobbit or There and Back Again.)
    • (passim)
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.)
    • Zweites Buch. Zweites Kapitel: „Der Rat von Elrond“
    • Anhänge und Register
      • Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher (III) Durins Volk)
      • Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)
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