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Fürst der Nazgûl

Aus Ardapedia

(Weitergeleitet von Der Hexenkönig von Angmar)
Der Fürst der Nazgûl

Der Fürst der Nazgûl, oft auch als Hexenkönig von Angmar (Original Witch-king of Angmar) bezeichnet, ist im Legendarium der Anführer der Ringgeister und der höchste Diener des Dunklen Herrschers Sauron.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Volk

Ein großer König der Menschen, später wurde er der Fürst der Nazgûl.

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Fürst der Nazgûl war der mächtigste der Ringgeister. Einst war er ein großer Menschenkönig, der von Sauron einen der Neun Ringe erhielt. Obwohl der Ring seine Macht vergrößerte, glitt er langsam in die Schattenwelt hinüber und wurde zu einem Geist. Als Herr der Neun stieg er zum obersten Diener des Dunklen Herrschers auf und übernahm die Befehlsgewalt über die anderen Träger der Menschenringe.

Auch nach Saurons Fall am Ende des Zweiten Zeitalters blieb er aktiv und ging um das 1300 D. Z. in den Norden. Als Hexenkönig bekannt und gefürchtet, gründete er dort das Reich von Angmar. Niemand wusste, wer er wirklich war, und vor allem, was er vorhatte.

Der Fürst der Nazgûl als Hexenkönig von Angmar zur Zeit der Kriege des Nordens, im Hintergrund seine Festung Carn Dûm.

Gondor war zu dieser Zeit viel zu stark, als dass man es hätte angreifen können. Arnor dagegen war zerstritten und in drei Teile aufgeteilt worden: Arthedain, Cardolan und Rhudaur. Im Gedanken, die letzten Dúnedain und Erben Isildurs auszulöschen, die allerdings nur noch in Arthedain existierten, begann er seinen Krieg gegen Arthedain und Cardolan. Rhudaur war korrupt und hatte sich dem Hexenkönig schon früh angeschlossen. Schon bald waren die letzten Dúnedain von Cardolan und Rhudaur vernichtet und nur noch Arthedain leistete Widerstand. Mit Hilfe der Elben von Lindon konnte Angmar eine Zeit lang zurückgeschlagen werden. 1974 D. Z. wurde Arthedain schließlich von Angmar überrannt. Arvedui, der letzte König von Arthedain, musste fliehen und kam beim Kap Forochel ums Leben.

Earnur, der Sohn Earnils, des damaligen Königs von Gondor, und Glorfindel zogen 1975 D. Z. mit einer Streitmacht aus Elben und Menschen aus, um den restlichen Dúnedain im Kampf gegen den Hexenkönig beizustehen, doch in der Schlacht von Fornost ging Earnurs Pferd aus Angst vor dem Hexenkönig durch und gab diesem Anlass, ihn zu verspotten. Glorfindel schlug den Hexenkönig schließlich in die Flucht und sprach die Prophezeiung aus, er würde durch keines lebenden Mannes Hand fallen. Trotz Arveduis Tod hatten Earnur und Glorfindel Erfolg. Angmar wurde endgültig geschlagen und der Hexenkönig kehrte nach Mordor zurück.

Dort versammelte er sich mit den anderen Nazgûl und eroberte 2002 D. Z. Minas Ithil und gelangte an den Palantír der Stadt. Minas Ithil wurde ein Ort des Schreckens und in Minas Morgul umbenannt.

2043 D. Z. wurde Earnur schließlich selbst zum König von Gondor ausgerufen. Der Hexenkönig erfuhr davon und forderte ihn zum Zweikampf heraus. Earnur hatte einen schrecklichen Stolz und das machte sich der Hexenkönig zu Nutze. Er verspottete ihn mit dem Zwischenfall, der sich bei ihrer letzten Begegnung ereignet hat. Earnur war so wütend darüber, dass ihn nur sein Statthalter Mardil zurückhalten konnte. Doch der Hexenkönig gab nicht auf und wiederholte sieben Jahre später die Herausforderung. Zu seinem üblichen Spott warf er Earnur auch noch Altersschwäche vor. Da konnte sich der König nicht mehr zurückhalten und ritt wutentbrannt nach Minas Morgul. Niemand wusste, was der Hexenkönig mit ihm angestellt hatte, doch Earnur kehrte nie mehr zurück. Da er keine Erben hinterlassen hatte, regierte von nun an sein Statthalter Mardil, bis der König zurückkehren sollte.

Der Hexenkönig selbst blieb lange Zeit in Minas Morgul und wartete auf weitere Befehle Saurons.

3018 D. Z. wurde er mit den anderen acht Ringgeistern ausgesandt, um den Einen Ring zurückzuerlangen. Dies konnte an der Wetterspitze jedoch von Aragorn verhindert werden. Der Ringträger Frodo Beutlin wurde dort allerdings vom Herrn der Nazgûl durch eine Morgul-Klinge verletzt: Er erlitt eine Stichwunde in der Schulter, in der ein Stück der Klinge zurückblieb. Dieses war vergiftet, und das Gift zehrte an Frodos Kräften. Trotzdem konnte er den Nazgûl dank der Hilfe Glorfindels entfliehen. Der Elbenfürst lockte die Nazgûl in eine Falle an der Bruinenfurt, wo eine Flutwelle, ausgelöst durch Elrond und Gandalf, sie hinfortspülte, wodurch sie selbst zwar nicht verletzt wurden, aber ihre Pferde ertranken. Das Bruchstück der Klinge konnte in Bruchtal von Elrond noch rechtzeitig aus Frodos Schulter entfernt werden.

Seitdem hielt Sauron seine Diener immer östlich des Anduin und ließ sie erst im Ringkrieg 3019 D. Z. wieder öffentlich auftreten, wo sie statt Pferden geflügelte Reittiere benutzten. Der Hexenkönig führte das Heer Mordors an und belagerte zusammen mit den anderen Nazgûl Minas Tirith. Er griff den König von Rohan, Théoden, Thengels Sohn an und brachte dessen Pferd Schneemähne zu Fall. Vom toten Tier begraben und schwer verwundet, versank der König in Bewußtlosigkeit und verstarb bald danach. Aber als sich das Reittier des Nazgûl an des Königs Pferd gütlich tun wollte, wurde es von Éowyn, der Nichte des Königs, getötet, die sich dem Nazgûl mutig entgegenstellte. Dieser verhöhnte sie und sagte zu ihr, dass er durch keines Mannes Hand getötet werden könne. Éowyn nahm daraufhin ihren Helm ab und gab sich so als Frau zu erkennen. Sie verlor jedoch die Kraft ihres linken Armes und auch beinah ihr Bewusstsein, als die Keule ihres Gegners auf ihren Schild niederging. Meriadoc Brandybock, der Hobbit, der an ihrer Seite heimlich mit in die Schlacht geritten war, kam ihr jedoch im entscheidenden Moment zu Hilfe, indem er dem abgelenkten Nazgul von hinten das Schwert in die Kniekehle stieß und Éowyn so eine Atempause verschaffte. Sie hob ihr Schwert und bezwang den Ringgeist durch einen gezielten Stoß zwischen Krone und Mantel, wodurch sich Glorfindels Prophezeiung erfüllte.

Schließlich war der Hexenkönig besiegt und in diesem Weltzeitalter hörte niemand mehr seine grauenhaften Schreie.

[Bearbeiten] Andere Namen

  • Fürst der Aasgeier (von Éowyn)
  • Fürst der Neun Reiter
  • Geisterfürst
  • Geisterkönig
  • Hauptmann der Ringgeister
  • Herr der Nazgûl
  • Herr der Ringgeister
  • Hexenmeister von Angmar
  • Hexenkönig
  • Hexenkönig von Angmar
  • Hoher Nazgûl (von den Orks aus Minas Morgul)
  • König der Neun Reiter
  • Morgul-Fürst
  • Morgul-König
  • Oberster der Nazgûl
  • Oberster der Neun
  • Saurons Feldherr
  • Schwarzer Feldherr
  • Eisenkrone

[Bearbeiten] Sonstiges

Die größte Waffe der Nazgûl war Furcht und Schrecken. Nur die Tapfersten waren in der Lage sich gegen die Ringgeister zu stellen, wenn sie vereint waren.

[Bearbeiten] Filmtrilogie

Im ersten Film wird Frodo durch Arwen und nicht durch Glorfindel vor den Ringgeistern unter ihrem Anführer gerettet. Im Film zum dritten Teil des Herrn der Ringe verwendet der Nazgûl-Fürst im Kampf auf dem Pelennor eine Art Morgenstern. Auch trifft der Herr der Nazgûl, der von Lawrence Makoare gespielt wird, hier nicht wie im Buch am Stadttor von Minas Tirith auf Gandalf, sondern in einem der höheren Mauerringe.

In Peter Jacksons Hobbit kämpft der Hexenkönig kurz gegen Radagast, als dieser Dol Guldur betritt.

[Bearbeiten] Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe.
    • Erstes Buch,
      • Prolog: Über Hobbits
    • Zweites Buch,
      • Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond
    • Viertes Buch,
      • Achtes Kapitel: Die Treppen von Cirith Ungol
    • Fünftes Buch,
      • Viertes Kapitel: Die Belagerung von Gondor
      • Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern
    • Sechstes Buch,
      • Zweites Kapitel: Das Land des Schattens
    • Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher:
      • 3. Eriador, Arnor und Isildurs Erben, Das Nördliche Königreich und die Dúnedain
      • 4. Gondor und die Erben von Anárion, Die Truchsesse
  • Robert Foster: Das große Mittelerde-Lexikon. Übersetzt von Helmut W. Pesch. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2002. (Im Original erschienen 1971 unter dem Titel The Complete Guide to Middle-Earth.)
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