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Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Film)

Aus Ardapedia

Filmdaten
Deutscher Titel: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
Originaltitel: The Lord of the Rings: The Return of the King
Produktionsland: Neuseeland
Erscheinungsjahr: 2003
Produktionsgesellschaft: New Line Cinema
Länge: 179 Minuten (SEE: 240 Minuten)
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12 (SEE: FSK 16)
Crew
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson
Musik: Howard Shore
Kamera: Andrew Lesnie
Schnitt: Annie Collins, Jamie Selkirk
Produktion: Peter Jackson, Barrie M. Osborne, Fran Walsh
Darsteller
Frodo Beutlin: Elijah Wood
Bilbo Beutlin: Ian Holm
Gandalf: Ian McKellen
Samweis Gamdschie: Sean Astin
Peregrin Tuk: Billy Boyd
Meriadoc Brandybock: Dominic Monaghan
Aragorn: Viggo Mortensen
Boromir: Sean Bean
Gimli: John Rhys-Davies
Legolas: Orlando Bloom
Galadriel: Cate Blanchett
Elrond: Hugo Weaving
Denethor II.: John Noble
Arwen: Liv Tyler
Gollum: Andy Serkis
Haldir: Craig Parker
Théoden: Bernard Hill
Éowyn: Miranda Otto
Faramir: David Wenham
Saruman: Christopher Lee
Gríma Schlangenzunge: Brad Dourif
Éomer: Karl Urban

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs ist der dritte und letzte Teil der Verfilmung des Buches Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien durch Regisseur Peter Jackson.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorgeschichte

Nach den dreijährigen Dreharbeiten von 1999 bis 2001 vollendete Regisseur Peter Jackson die Arbeit am dritten Teil, indem er viele der Darsteller im Sommer 2003 noch einmal für diverse Nachdreh-Arbeiten nach Neuseeland beorderte. Diese Dreharbeiten gaben dem Film noch den letzten Feinschliff. Jeder Darsteller bekam ein kleines Abschieds- bzw. Erinnerungsgeschenk. So sind beispielsweise Frodo-Darsteller Elijah Wood und Andy Serkis, der Gollum verkörperte, im Besitz einer der Ringe, die im Film verwendet wurden.

Eine ausführliche Entstehungsgeschichte findet man im Artikel Der Herr der Ringe: Die Gefährten, dem ersten Film der Trilogie.

[Bearbeiten] Handlung

(Diese Handlungsbeschreibung bezieht sich auf die Special Extended Edition).

Der Film beginnt mit einem Rückblick auf den Ringfund. Die Hobbits Déagol und Sméagol befinden sich auf einem See beim Angeln. Déagol wird von einem großen Fisch ins Wasser gezogen. Dort entdeckt er etwas Glitzerndes und greift danach. An Land stellt er fest, dass es sich hierbei um einen Ring handelt. Sméagol wird darauf aufmerksam und will den Ring unbedingt haben. Als Déagol sich weigert, ihm das Fundstück zu überlassen, entbrennt ein Kampf zwischen den beiden, in dessen Verlauf Sméagol seinen Freund erwürgt. Anschließend erfährt der Zuschauer, wie aus Sméagol die Kreatur Gollum wird.

Zurück in der Gegenwart erholt man sich in Rohan von den Angriffen der Streitkräfte Sarumans. Die Verbündeten um Gandalf und König Théoden reiten nach der Schlacht um die Hornburg nach Isengart. Dort stoßen Merry und Pippin zu ihnen. Auch Baumbart, der mit den anderen Ents Isengart geflutet und fast vollkommen zerstört hat, finden sie dort vor. Am Orthanc kommt es zum Wortgefecht mit dem weißen Zauberer, der im Laufe des Gesprächs von Gandalf aus dem Orden der Istari ausgestoßen und von Gríma Schlangenzunge erstochen wird. Anschließend wird auch Gríma durch einen Pfeil von Legolas getötet. Im Laufe der Geschehnisse fällt Sarumans Palantír in das Wasser am Fuß des Turms. Pippin findet ihn dort und gibt die schwarze Kugel an Gandalf weiter.

Zurück in Edoras macht Aragorn dem skeptischen Théoden deutlich, dass nur durch die Hilfe der Rohirrim der bevorstehende Angriff überstanden werden kann. Nachdem Pippin bei Nacht unerlaubterweise in den Palantír geblickt hat, beschließt Gandalf, ihn fortzuschaffen. Er reitet mit ihm nach Minas Tirith, der Hauptstadt Gondors. Dort gehen die beiden zum Truchsess Denethor. Gandalf stellt jedoch fest, dass Denethor bereits von dem Tod seines Sohnes Boromir Nachricht erhalten hat. Er weigert sich, Rohan um Hilfe zu bitten und hält Gandalf vor, ihm die Herrschaft über Gondor nehmen zu wollen. Pippin stellt sich inzwischen aus Schuldgefühlen Boromirs wegen in den Dienst des Truchsess.

Das Heer Saurons macht sich unterdessen auf den Weg, um Minas Tirith anzugreifen. Da Denethor dazu nicht bereit ist, schickt Gandalf Pippin, um die Leuchtfeuer zu entzünden, und somit König Théoden und seine Männer zur Hilfe zu rufen. Faramir hat derweil den Kampf um Osgiliath verloren, flieht nach Minas Tirith, wird dort aber von Denethor angewiesen, die ehemalige Königsstadt am Anduin zurückzuerobern. Also reitet er verzweifelt mit seinen Mannen in Richtung Osgiliath.

Währenddessen sammelt Théoden die Krieger von Rohan zusammen, um Gondor zur Hilfe zu kommen. Er muss allerdings fest stellen, dass es weitaus weniger sind, als er sich erhofft hatte. Eines Abends trifft Elrond ein. Er übergibt Aragorn das neu geschmiedete Schwert Andúril und rät ihm, die Pfade der Toten einzuschlagen, um die Armee der Toten um sich zu versammeln. Für die Rohirrim scheint jedoch alle Hoffnung zu schwinden, da ihr neuer Heerführer sie am Vorabend der Schlacht verlässt. König Théoden kann trotz dieser Lage seine Mannen vereinen und reitet Gondor am nächsten Tag zur Hilfe. Unter den Kriegern befinden sich unerkannt auch Merry und Éowyn, die der König nicht hatte mitnehmen wollen.

Frodo, Sam und Gollum befinden sich mittlerweile weiter auf dem Weg nach Mordor, um dort in den Feuern des Schicksalsberges den Einen Ring zu vernichten. Sam gerät heftig mit Frodo aneinander, weil er Gollum nicht traut. Sie müssen mit ansehen, wie Tausende von Saurons Kämpfern Minas Morgul verlassen und wie selbst der Fürst der Nazgûl in die Schlacht zieht. Frodo verlässt sich aber offenbar immer mehr auf Gollum und lässt Sam zurück. Er hat allerdings nicht mit der Tücke Gollums gerechnet, der ihn direkt in die Höhlen der Riesenspinne Kankra lockt. Schnell wird Frodo von ihr entdeckt und verwundet. Reglos bleibt er liegen.

In Gondor toben währenddessen heftige Kämpfe. Faramir wird schwer verletzt nach Minas Tirith gebracht und dort für tot erklärt. In seiner Verzweiflung beschließt Denethor, Faramir und sich selbt zu verbrennen. Als Pippin dies erfährt, sucht er Gandalf auf und gemeinsam machen sie auf den Weg zu den Weihestätten der Könige. Unterwegs treffen sie jedoch auf den Obersten der Neun. Er scheint ein zu starker Gegner für Gandalf zu sein und zerbricht dessen Stab. In diesem Moment ertönen jedoch in der Ferne Hörner und der Nazgûl-Fürst fliegt davon. Gandalf und Pippin erreichen die Grüfte noch rechtzeitig und gemeinsam können sie Faramir vor dem Flammentod bewahren. Denethor zündet sich in seiner Verzweiflung selbst an und stürzt vom Berg der Wacht in den Tod.

Tausende von Orks, unterstützt durch zahlreiche Trolle und Belagerunsmaschinen, rücken zur gleichen Zeit gegen die Hauptstadt Gondors vor. Die Krieger der Menschen scheinen dem nur wenig entgegensetzen zu können. Auf dem Pelennor kommt es zur finalen Schlacht: Die Orks zerstören mit ihren Katapulten große Teile der beiden unteren Ringe Minas Tiriths. Auch das Tor der Stadt kann dem Sturmbock Grond nicht standhalten, so dass Orks und Trolle in die Stadt stürmen. Als die Reiter von Rohan unter der Führung von König Théoden schließlich auf dem Schlachtfeld eintreffen, scheint sich das Blatt zunächst zum Guten zu wenden. Dem Sturm der Kavallerie können die Orks nicht standhalten. Rückschläge müssen die Rohirrim allerdings einstecken, als die Haradrim mit ihren gigantischen Mûmakil auf dem Schlachtfeld eintreffen. Und auch die Nazgûl sind stets in die Kämpfe involviert.

Sam ist unterdessen Frodo und Gollum gefolgt. Er trifft in den Höhlen auf Kankra. Nach einem erbitterten Kampf kann er die Riesenspinne in die Flucht schlagen. Auch er glaubt zunächst, Frodo sei tot. Als Orks aus dem nahe gelegenen Turm den verschnürten Frodo entdecken, muss Sam zu seinem Entsetzen hören, dass sein Herr nur betäubt ist. Die Orks packen Frodo und schaffen ihn fort. Sam entschließt sich, ihnen zu folgen.

Auf dem Schlachtfeld greift der Nazgûl-Fürst König Théoden an und bringt ihn zu Fall. Bevor er den schwer verwundeten Anführer der Rohrrim jedoch entgültig töten kann, wird der Hexenkönig von Éowyn und Merry besiegt und vernichtet, die dabei ebenfalls verletzt werden. Beide überleben jedoch, während Théoden noch auf dem Schlachtfeld stirbt.

Am Hafen kommen unterdessen die Boote der Söldner aus Harad an. Aragorn, Legolas und Gimli konnten diese aber mit Hilfe des Heers der Toten übernehmen und überfluten das Schlachtfeld mit seinen Geistern. Die Toten können die Schlacht für die Menschen entscheiden und Minas Tirith retten. Anschließend kommt Aragorn seinem Versprechen nach und lässt die Toten frei.

Die Orks, die Frodo im Turm von Cirith Ungol bewachen sollen, geraten derweil in Streit über die Habseligkeiten des Hobbits. Als Frodo aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, muss er voller Entsetzen feststellen, dass er den Ring nicht mehr besitzt. Sam dringt in den Turm ein und überrascht Frodo damit, dass er den Ring an sich genommen hatte, weil er glaubte, Frodo wäre tot. Die beiden Hobbits machen sich nun als Orks verkleidet auf den Weg durch Mordor. Unter größten Mühen erreichen sie schließlich den Schicksalsberg. Doch als Frodo den Ring in die glühende Lava werfen will, um ihn zu vernichten, gewinnt der Ring wieder Macht über ihn. Frodo weigert sich, ihn zu zerstören. Gollum, der den beiden heimlich gefolgt ist, will den Ring ebenfalls in seine Gewalt bringen. Er greift Frodo an und beißt ihm den Finger mitsamt des Ringes ab. Doch der verwundete Frodo gibt den Ring nicht auf. Im Kampf stürzt Gollum dann mit dem Ring in die Feuer der Schicksalskluft und vollendet so ungewollt dessen Vernichtung.

Währenddessen hat Aragorn die Truppen Gondors und Rohans mobilisiert und ist mit ihnen zum Morannon gezogen, um sich dort den Truppen Mordors zu stellen und Sauron von Frodo und Sam abzulenken. Sie treffen dort auf Saurons Mund, den Botschafter Saurons, der ihnen von der Gefangennahme Frodos berichtet und ihnen zum Beweis das Kettenhemd Frodos zeigt. Aus Zorn und Verzweiflung tötet Aragorn ihn schließlich. Letztendlich kommt es zur Schlacht, die schon verloren scheint, als plötzlich die Adler auftauchen und die Menschen Gondors und Rohans vor den Angriffen der Ringgeister retten.

Die Feuer des Schicksalsberges brechen mit der Vernichtung des Meisterringes aus und Sam befindet sich mit Frodo hilflos auf einem Felsen mitten in den glühenden Lavamassen. Gandalf, der nicht an den Tod der Hobbits glauben will, macht sich nun mit den Adlern auf die Suche nach ihnen. Er kann sie retten und in Sicherheit bringen. Derweil stürzt der mächtige Barad-dûr, die Festung des Dunklen Herrschers, in sich zusammen. Sauron ist für immer besiegt.

Aragorn nimmt sein Geburtsrecht an und wird zum König von Gondor gekrönt. Er heiratet Arwen. Die Hobbits kehren in das Auenland zurück, Sam heiratet Rosie Hüttinger und Frodo vollendet Bilbos Buch.

Die Elben erweisen Bilbo eine große Ehre und gewähren ihm die Überfahrt in den Alten Westen. Gandalf und - zur großen Überraschung von Merry, Sam und Pippin - auch Frodo begleiten ihn zusammen mit Elrond, Galadriel und Celeborn. Am Ende kehren die drei verbliebenen Hobbits ins Auenland zurück, wo sie von ihren Familien erwartet werden.

[Bearbeiten] Musik

Für die Musik in allen drei Teilen der Trilogie war der Komponist Howard Shore zuständig. Die Musik für Die Rückkehr des Königs und auch der Titelsong Into the West wurden vielfach ausgezeichnet, darunter mit zwei Grammys und zwei Oscars.

Der Titelsong für Die Rückkehr des Königs wurde von Howard Shore gemeinsam mit Philippa Boyens und der Sängerin Annie Lennox geschrieben. Sein Titel: Into the West. Annie Lennox ist sowohl als Sängerin des Pop-Duos Eurythmics als auch als Solo-Künstlerin bekannt.

Beim Soundtrack zu dem dritten Teil der Trilogie kommen gleich zwei der Darsteller zu Sangesehren. Zum einen ist Pippin-Darsteller Billy Boyd in dem Lied The Steward of Gondor zu hören und zum anderen Viggo Mortensen (Aragorn) in dem Stück The Return of the King. Desweiteren hat Shore für diesen Film ein weiteres Thema geschaffen: Das sogenannte Gondor-Thema.

[Bearbeiten] Kritiken

Mit diesem dritten - und letzten - Teil vollendet Regisseur Peter Jackson sein Werk. Allen Kritiken zum Trotz kann man durchaus von einem filmischen Meisterwerk sprechen.

  • So schreibt beispielsweise der Filmspiegel:

Angesichts der Vorgaben Tolkiens nähert sich Jackson einer perfekten Umsetzung: Dramaturgie, Optik oder Inszenierung lassen keine Wünsche offen. „Die Rückkehr des Königs“ ist ein wahrhaft erhabener Schluss.

  • Blickpunkt Film zieht folgenden Schluss:

Während der erste Teil der Trilogie bereits auf Platz 10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten rangiert und das Gesamtbudget von 190 Mio. Dollar längst eingespielt hat, stehen die Chancen gut, dass das große Finale noch für eine Steigerung gut ist - die ultimative Schlacht der guten Gefährten gegen den bösen Sauron und der Kampf um Mittelerde ist seit Teil 2 unvermindert in aller Munde und Jacksons Saga jetzt schon ein Klassiker.

  • Der Cineclub kommt zu folgendem Urteil:

Im Anbetracht der Story ist der dritte Teil sicherlich das, was man als „rundes“ Ende bezeichnen kann. Er vereint die getrennten Handlungsstränge und löst einige Rätsel. Die Schauspieler blühen in ihren Rollen auf und harmonieren miteinander im Wechselbad der Gefühle und Eindrücke, die dem Betrachter vermittelt werden. Ian McKellen zeigt in seinem Kampf für Gondor, dass er nicht der alte Zauberer ist, den man gerne in ihm sehen möchte, sondern mindestens genau so schnell und sicher mit Stab und Klinge wie mit der Zunge ist. Gleiches gilt auch für die beiden Auenländer Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd), die selbst zu Kämpfern für die Freiheit heranwachsen. Keiner der Charaktere bleibt unbeteiligt und ohne Veränderung. Wer auch immer sich auf den Weg des Ringes begab, wird durch die Geschehen in Mittelerde verändert und bekommt vor Augen geführt, wie nahe Gewinn und Verlust beieinander liegen können. Die von WETA geschaffenen Effekte lassen sich - wie nicht anders zu erwarten war - gut ansehen. Unglaubliche Schlachtszenen zeugen von den unzähligen Stunden in denen Maskenbildner und Techniker für die Wirkung gearbeitet haben. Peter Jackson schuf mit seiner Trilogie ein cineastisches Epos, das in absehbarer Zeit wohl kaum angetastet werden wird. Sieben Jahre harte Arbeit verbergen sich in dem fast 10-stündigen Meisterwerk, dass mit „Die Rückkehr des Königs“ bündig schließt. Ohne jeden Zweifel ist es trotz der unheimlichen Spielzeit nicht möglich gewesen, die gesamte Fülle der in der Romanvorlage verwendeten Eindrücke zu verarbeiten, was in gewisser Weise besonders im dritten Teil auch seine Schattenseiten hat. So wird dem Zuschauer beispielsweise im Großen und Ganzen vorenthalten, was mit Saruman in Isengard geschehen ist. Auch andere Kleinigkeiten bleiben außen vor.

  • Auf der Internetseite DVD-Live.de findet die Special-Extended-Edition folgende Bewertung:

Mit „Die Rückkehr des Königs“ findet die „Herr der Ringe“-Trilogie ihren bombastischen Abschluss. Fast eine Stunde an neuem Material wurde in die Extended-Edition eingefügt, so dass der Film eine Lauflänge von beinahe vier Stunden hat. Glücklicherweise ist nun auch endlich Christopher Lee nochmals als Saruman zu sehen. Jeder wird sich vielleicht noch an die Proteste des Altstars erinnern, als er erfuhr, dass man ihn aus Teil 3 herausgeschnitten hatte. Nun wird dieser Faden – und einige andere – wieder aufgenommen, um die Erzählung zu einem runden Ende zu bringen und möglichst wenige Fragen unbeantwortet zu lassen.
„Die Rückkehr des Königs“ ist der actionreichste Teil der Trilogie. Es wird eine Schlacht nach der anderen ausgefochten, ständig ist Hochspannung angesagt. Zwar dauert es rund eine Stunde, bis der Film richtig in Fahrt kommt, doch dann kann man über 2 ½ Stunden kaum verschnaufen. Erst der Schluss verlangsamt das Tempo erheblich, so dass man Zeit für etwas Besinnung findet. Die Schlachten sind hervorragend gemacht. Belagerung und Kämpfe kennt man zwar bereits aus dem zweiten Teil, doch Peter Jackson gelang es, in Teil 3 eine Steigerung zu finden, was sicherlich auch an der hervorragenden Kameraarbeit von Andrew Lesnie liegt. Teilweise sind die Kamerapositionen, -winkel und –fahrten derartig atemberaubend, dass man nur staunen kann.
Für Romanzen bleibt im dritten Teil nur wenig Zeit, so dass man das Gefühl hat, dass dieses Thema, was einen Hauptteil des ersten Teils ausmachte, etwas auf der Strecke geblieben ist. Sicherlich ist das nicht der einzige Kritikpunkt, den man über den dritten Teil äußern sollte. Die Computeranimationen sind nicht immer perfekt. Umfallende Pferde – um ein Beispiel herauszuheben – wirken etwas ungelenk, insbesondere dann, wenn man schon mal einen Western gesehen hat und weiß, wie echte Pferde aussehen. Das gleiche gilt für durch die Luft wirbelnde Steine oder Menschen. Hier fehlt ein Tick Realismus, so dass man sofort erkennt, dass es sich um Computeranimationen handelt. Sicherlich: Im Kino auf der großen Leinwand war das noch viel deutlicher zu sehen, auf dem Fernsehschirm hält sich diese Computer-Künstlichkeit glücklicherweise in Grenzen.
Der Schluss viel zu lang. Nachdem man bereits knapp 3 ½ Stunden durchgestanden hat, beginnt sich der Film wegen eines nicht enden wollenden Endes zu ziehen. Auch wenn die Fans des Buches aufschreien werden, so hätte m.E. mit der Krönung des Königs Schluss sein müssen. Immerhin handelt es sich hier um einen Film und nicht um einen Roman, und man kann einfach nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Da werden Abschiede gefeiert, mit Schiffen gesegelt, Bücher übergeben und geschrieben, geheiratet und dann noch Kinder gezeigt, die aus dieser Ehe hervorgegangen sind. Das ist alles viel zu viel und die dargestellte Sentimentalität treibt einem die Tränen in die Augen. Hier hätten die beiden Drehbuchautorinnen und Regisseur Jackson Mut beweisen müssen, um das Ende etwas zu kürzen.
Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass „Die Rückkehr des Königs“, ein Film der mit elf Oscars ausgezeichnet wurde, ein überwältigendes Erlebnis ist, das seinesgleichen sucht. Werte wie Freundschaft und wahre Liebe, die der modernen Gesellschaft beinahe abhanden gekommen sind, leben hier wieder auf. Verbunden mit einem grandiosen Abenteuer und der allseits bekannten Geschichte „Das Gute bekämpft das Böse“ kann man sich so der Wirkung des Films kaum entziehen.
Mit der technischen Seite der Special-Edition können die Fans sehr zufrieden sein. Abgesehen vom Bild, bei dem man einige Abstriche machen muss, haben Ton und Extras Referenzcharakter, letztere setzten sogar – wie beschrieben – neue Maßstäbe in der Welt der DVD.

[Bearbeiten] Wissenswertes

[Bearbeiten] Allgemein

  • Peter Jackson ist in einer Cameo-Rolle als Corsar auf einem der Corsarenschiffe zu sehen. Auch die beiden Kinder Jacksons kommen im dritten Teil gleich zweimal vor: Einmal beim Ritt der Reiter aus Gondor und zum anderen bei der Hochzeit von Sam und Rosie.
  • Saruman-Darsteller Christopher Lee war Gerüchten zufolge verärgert darüber, dass seine Szenen dem Schneidetisch zum Opfer fielen. In der Extended Version sind diese Szenen allerdings enthalten.
  • Die Rückkehr des Königs ist der erste Film aus dem Bereich SciFi/Fantasy, der bei der Oscarverleihung als Bester Film ausgezeichnet wurde. Er ist einer von nur drei Filmen, die bisher mit 11 Oscars ausgezeichnet wurden (die anderen sind Ben Hur und Titanic). Auch ist Die Rückkehr des Königs einer der Filme, der alle Nominierungen im zweistelligen Bereich auch in die begehrte Auszeichnung verwandeln konnte. Zuvor war das nur den Filmen Der letzte Kaiser und Gigi bei jeweils 9 Nominierungen gelungen.
Das Tattoo der Gefährten
  • Am Ende der Dreharbeiten haben sich acht der neun Gefährten das englische Wort Nine (dt. Neun), geschrieben in der Elbenschrift Tengwar, tätowieren lassen. Nur John Rhys-Davies (Gimli) hat es vorgezogen, sein Stunt-Double vorzuschicken. Eigentlich wollten die Darsteller ihre Tätowierungen nie öffentlich zeigen, aber mittlerweile ist dieses bei einigen (u.a. Wood in der Jay Leno-Talkshow) doch geschehen. Später schloss sich Peter Jackson seinen Darstellern an und ließ sich eine elbische Zehn tätowieren.
  • Die Weltpremiere des Films wurde am 1. Dezember 2003 in Wellington, Neuseeland, unter dem Jubel von Tausenden von Fans gefeiert.
  • Im Februar 2004 gelang es Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs als erst zweitem Film nach Titanic, ein weltweites Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar zu erreichen, und das in der Rekordzeit von 9 Wochen und 4 Tagen.

[Bearbeiten] Europapremiere in Berlin

Europapremiere 'Die Rückkehr des Königs' - Blick ins Sony Center (Berlin)

Am 10. Dezember 2003 fand die Europapremiere von Der Herr der Ringe: Die Rückkkehr des Königs im Sony-Center in Berlin statt. Durch den gesamten Innenraum ging der rote Teppich, und mitten im Sony Center hing ein großes Abbild des einen Ringes. Interessant hierbei war, dass vielen der Fans sofort auffiel, dass er falsch herum hing, was man anhand der elbischen Schriftzeichen sehen konnte.

Zahlreiche Fans harrten bereits seit dem frühen Morgen aus, um einen Blick auf die Stars des Filmes werfen zu können. Unter ihnen auch viele in passenden Kostümen. Anwesend waren neben Regisseur Peter Jackson, Produzent Barrie M. Osborne und Komponist Howard Shore unter anderem auch die Schauspieler Bernard Hill, Sean Astin, Liv Tyler, Viggo Mortensen, Dominic Monaghan, Billy Boyd, David Wenham, Ian McKellen, Andy Serkis, Karl Urban und Craig Parker.

[Bearbeiten] DVD Veröffentlichungen

  • Die reguläre Kinofassung des Films wurde im Mai 2004 als DVD veröffentlicht. Wie auch schon bei den Vorgängern wurde diese ebenfalls um umfangreiches Bonusmaterial ergänzt.
  • Die Special Extended Edition (kurz: SEE) wurde am 10. Dezember 2004 veröffentlicht. Die Fans konnten sich auf 50 Minuten mehr Filmszenen freuen. Das weitere Bonusmaterial lässt ebenfalls keine Wünsche offen und auch die versteckten Easter Eggs durften nicht fehlen. In diesem Fall handelt es sich dabei um ein acht Minuten langes Video, in welchem sich Dominic Monaghan (der Darsteller des Merry) als deutscher Journalist (mit wirklich schrecklichen Englischkenntnissen) ausgibt und Elijah Wood interviewt.
  • Ebenfalls veröffentlicht wurde die Special Extended Version als sogenannte Sammler-Edition mit einem Modell von Minas Tirith und einer weiteren DVD mit dem Titel Creating the Lord of the Rings Symphony - eine musikalische Reise durch Mittelerde mit Auszügen aus dem Live-Konzert in Antwerpen. Es handelt sich dabei um eine Dokumentation zum Komponisten Howard Shore.
  • Mit dem Erscheinen des dritten Teils der Trilogie wurden sowohl die regulären Kinoversionen, als auch die SEEs als Komplettpaket veröffentlicht.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Academy Awards 2004

  • Bester Film
  • Beste Ausstattung
  • Beste Kostüme
  • Beste Regie
  • Bester Schnitt
  • Bestes Make-Up
  • Beste Musik (Score)
  • Bester Filmsong: Into the West
  • Bester Ton
  • Beste Visuelle Effekte
  • Bestes adaptiertes Drehbuch

[Bearbeiten] BAFTA Awards 2004

  • Publikumspreis
  • Beste visuelle Effekte
  • Beste Kamera
  • Bester Film
  • Bestes adaptiertes Drehbuch

weitere Nominierungen

  • Beste Musik
  • Beste Kostüme
  • Bester Schnitt
  • Bestes MakeUp/Haardesign
  • Bester Nebendarsteller: Ian McKellen
  • Bester Ton
  • Bestes Produktionsdesign

[Bearbeiten] Bogey Award 2004

  • Bogey Award in Titan (10 Mio. Besucher in 100 Tagen in Deutschland)

[Bearbeiten] Empire Awards 2004

  • Bester britischer Darsteller: Andy Serkis
  • Bester Film
  • Szene des Jahres: Ritt der Rohirrim

weitere Nominierungen

  • Bester Darsteller: Viggo Mortensen
  • Bester Darsteller: Sean Astin
  • Bester britischer Darsteller: Ian McKlellen
  • Bester britischer Darsteller: Orlando Bloom
  • Bester Regisseur: Peter Jackson

[Bearbeiten] Golden Globes 2004

  • Bester Regisseur - Motion Picture: Peter Jackson
  • Bestes Motion Picture - Drama
  • Bester Original Score: Howard Shore
  • Bester Original Song: Into the West

[Bearbeiten] MTV Movie Awards 2004

  • Beste Action Sequence: Schlacht von Gondor
  • Bester Film

[Bearbeiten] Grammy Awards 2005

  • Bestes Score Soundtrack Album für ein Motion Picture, Television oder andere Visuelle Medien: Howard Shore
  • Bester Song für ein Motion Picture, Television oder andere Visuelle Medien: Into the West

[Bearbeiten] Literatur und Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.), Die Rückkehr des Königs
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Die Rückkehr des Königs. Fotos aus Mittelerde. 2003 Klett-Cotta Verlag, ISBN 3-6089-3324-7
  • Jude Fisher, John R.R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Die Rückkehr des Königs, Das offizielle Begleitbuch. 2003 Klett-Cotta Verlag, ISBN 3-6089-3506-1
  • Brian Sibley: Der Herr der Ringe, Wie der Film gemacht wurde. 2002 Klett-Cotta Verlag, ISBN 3-6089-3502-9
  • Stefan Servos: Space View-Fantasy: Der Herr der Ringe. Ein Blick hinter die Kulissen von "Die Rückkehr des Königs", 2003 Heel Verlag, ISBN 3-8988-0233-7

[Bearbeiten] Weblinks

Peter Jacksons Filmtrilogie

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) · Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme (2002) · Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003)

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