Hoher König der Noldor

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Die Würde des Hohen Königs der Noldor ist in den Werken J. R. R. Tolkiens einer der höchsten elbischen Ränge.

Finwe (l.) und Turgon (r.), zwei Hochkönige der Noldor

Allgemeines

Der Rang des Hohen Königs der Noldor wurde von Finwe und seinen Erben getragen. Die Machtfülle, die diesem Rang innewohnte, schwankte erheblich. So waren wohl nur unter Finwe selbst alle Noldor unter einem Herrscher vereint. Später teilte sich die Macht mit der Aufspaltung der Noldor immer weiter. Vermutlich wurde der Titel immer an den ältesten lebenden Sohn des vorherigen Königs weitergeben. Fingolfin erhielt den Titel von Maedhros, als Dank für seine Rettung von Thangorodrim. Nach dem Tod Gil-galads erhielt kein Elb mehr diesen Titel, da dieser keine Söhne hatte. Elrond oder auch Galadriel hätten als nächste Verwandte Anspruch auf diesen Titel erheben können. Der Titel wanderte mit den Noldor zurück nach Mittelerde und wird nicht für Finarfin genutzt, der die verbleibenden Noldor in Aman regiert.

Liste der Könige

Finwe

Finwe regierte die Noldor, seit er sie vom See Cuiviénen nach Aman führte. Er erhielt den Titel aber wohl erst, als sich die Noldor in Valinor niederließen. Er behielt den Titel, bis er von Melkor erschlagen wurde.

Feanor

Feanor hatte nur in der Zeit nach der Zerstörung der Zwei Bäume bis in das Jahr 1 des Ersten Zeitalters der Sonne die Herrschaft über die Noldor, auch wenn er sie nutzte wie kein anderer. Er führte seine Sippe zurück nach Mittelerde, um Rache an Melkor zu nehmen. Dieses Ziel verfolgte er ohne Rücksicht auf Verluste. Siehe auch Fluch der Noldor.

Maedhros

Maedhros erhob als ältester Sohn Feanors nach dessen Tod in der Dagor-nuin-Giliath berechtigterweise Anspruch auf den Titel. Ob er ihn erhielt, wird aus dem Silmarillion nicht vollständig klar. Nach seiner Befreiung von den Thangorodrim durch Fingolfins Sohn Fingon sprach er zu Fingolfin:

Denn Maedhros bat um Verzeihung für die Flucht aus Aman, indem er zu Fingolfin sagte: "Wenn kein Streit zwischen uns ist, Herr, so ist die Königswürde rechtens dein, denn der Älteste hier bist du aus Finwes Haus und nicht der Geringste an Weisheit."

—” J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion: Kapitel XIII Von der Rückkehr der Noldor

Fingolfin

Fingolfin, zweiter Sohn von Finwe. Er wurde, obwohl sie ihn eigentlich hassten, von den Söhnen seines Halbbruders Feanor als König anerkannt, um eine stärkere Spaltung der Noldor zu vermeiden. Er hatte nämlich den Großteil der Noldor über die Helcaraxe geführt, während Feanor ihn verraten und mit einer kleineren Gruppe per Schiff nach Mittelerde gelangt war. Er starb im Jahre 455 E. Z. (J. S.) im Zweikampf mit Morgoth.

Fingon

Nach Fingolfins Tod übernahm sein Sohn Fingon die Herrschaft. Doch sie war nur von kurzer Dauer, da er im Jahre 473 E. Z. (J. S.) von Gothmog, dem Fürsten der Balrogs, in der Nirnaeth Arnoediad erschlagen wurde.

Turgon

Turgon, der zweite Sohn Fingolfins, regierte bis zu seinem Tod im Jahre 511 E. Z. (J. S.). Seine Macht war allerdings auf Gondolin beschränkt, das er erst zur Nirnaeth Arnoediad verließ. Bevor er Gondolin gründete und dann König wurde, war er der Herrscher von Vinyamar.

Gil-galad

Gil-galad, oder auch Ereinion, war der letzte in der Reihe der Könige. Allerdings regierte er - abgesehen von Finwe selbst - auch am längsten. Seine Herrschaft dauerte bis ins Jahre 3441 Z. Z.. Er war der einzige Sohn Fingons und herrschte die längste Zeit in Lindon. Später formte er mit Elendil das Letzte Bündnis und fiel an den Hängen des Orodruin im Kampf gegen Sauron. Er hinterließ keinen Erben.

Sonstiges

  • Als letzter aus Fingolfins Haus ist Elrond der rechtmäßige Erbe des Titels.

Quellen